Tourenwagen-Meisterschaft in Spielberg

Außenseiter Mortara feiert ersten DTM-Sieg

SID
Sonntag, 03.06.2012 | 15:03 Uhr
Edoardo Mortara holte im Audi seinen ersten DTM-Sieg Überhaupt
© Getty
Advertisement
Western & Southern Open Women Single
WTA Cincinnati: Halbfinale
Melbourne Darts Masters
Melbourne Darts Masters: Tag 3
Western & Southern Open Women Single
WTA Cincinnati: Finale
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Tag 2
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Main Fight Pressekonferenz
National Rugby League
Broncos -
Eels
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Viertelfinale
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Undercard Pressekonferenz
Perth Darts Masters
Perth Darts Masters: Tag 1
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Halbfinale -
Session 1
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Weigh-in
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Halbfinale -
Session 2
National Rugby League
Storm -
Rabbitohs
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Finale
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Undercard + Main Fight
Perth Darts Masters
Perth Darts Masters: Tag 3

Der Außenseiter machte das Rennen, die Favoriten schauten in die Röhre: Edoardo Mortara hat Audi im vierten Saisonrennen den ersten Sieg in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft beschert und den großen Rivalen Mercedes und BMW einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Für den nervenstarken Italiener war es im 14. DTM-Rennen der erste Erfolg überhaupt.

Der 25-jährige Mortara lag nach 47 Runden am Sonntag vor Martin Tomczyk. Für den Titelverteidiger, der das Rennen in Spielberg 2011 noch für Audi gewonnen hatte, war es das bislang beste Ergebnis seit seinem Wechsel zu BMW. Dritter und bester Mercedes-Pilot war Gary Paffett, der seinen Vorsprung in der Gesamtwertung damit ausbaute. Der Brite führt nun mit schon 36 Punkten Vorsprung vor dem neuen Zweiten Mattias Ekström (Schweden), der im Audi den vierten Rang belegte

Mortara: "Fantastisches Wochenende"

"Das war ein fantastisches Wochenende. Erst die Pole Position und jetzt der Sieg - das ist ein schöner Moment", sagte Mortara. Auch Tomczyk fühlte sich als Gewinner: "Danke ans Team, der zweite Boxenstopp war perfekt." Paffett war mit dem Ergebnis ebenfalls zufrieden, böse Worte gab es aber dennoch für ein Manöver von Mortara. "Er hat nach links und rechts gezogen. Ich musste aufs Gras, das war nicht in Ordnung", sagte der Brite.

Pech hatte der Kandier Bruno Spengler. Bei einer Kollision war der BMW M3 des 28-Jährigen bereits früh beschädigt worden. Spengler versuchte, irgendwie über die Runden zu kommen, doch schließlich musste er doch aufgeben. "Es ging nicht mehr, es hat mit diesem Auto keinen Sinn mehr gemacht", sagte Spengler, der dadurch in der Meisterschaft vom zweiten auf den vierten Rang zurückfiel.

Unter keinem glücklichen Stern stand der Ausflug in die Steiermark für die beiden früheren Formel-1-Stars von Mercedes. Ralf Schumacher landete nur auf dem elften Platz, für David Coulthard war das Rennen nach einem technischen Defekt vorzeitig beendet. "Irgendetwas mit der Bremsbalance hat nicht gestimmt", sagte der Schotte.

Überraschungsmann Mortara behielt beim Start die Nase vorn. Der Italiener war am Samstag im Qualifying zur ersten Pole Position in der DTM gerast. Dahinter lag zunächst Paffett auf Rang zwei vor Titelverteidiger Tomczyk.

Scheiders Entgleisung: "Wichser und Arschloch"

Ganz vorne lief alles in geordneten Bahnen ab. Dafür ging es im Mittelfeld hoch her. Ein Rempler des Brasilianers Augusto Farfus brachte Audi-Pilot Timo Scheider auf die Palme. Der zweimalige Meister beschimpfte den BMW-Fahrer über Funk auf übelste Weise.

"Alter Wichser. Das Arschloch gehört in die Box", sagte Scheider. Ob es für eine derart deftige Ausdrucksweise auch Strafen gibt, steht allerdings nicht im Reglement. Trotz seines unfreiwilligen Ausflugs ins Kiesbett, belegte Scheider nach einer Aufholjagd noch den sechsten Platz.

Richtig spannend wurde es nach den zweiten Boxenstopps. Mortara musste schon "Kampflinie" fahren, um Paffett hinter sich zu halten. Zwischen die Beiden schob sich allerdings Tomczyk nach seinem zweiten Stopp. Audi, vor BMW und Mercedes - für die Zuschauer wurde die Schlussphase zu einem packenden Dreikampf. Doch an der Reihenfolge änderte sich nichts mehr.

Die DTM-Saison im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung