Motorsport

IndyCar: Newgarden überrascht alle

Von SPOX
Josef Newgarden brach sich Mitte Juni das Schlüsselbein
© getty

Mitte Juni verunglückte Josef Newgarden beim IndyCar-Rennen auf dem Texas Speedway schwer und brach sich das rechte Schlüsselbein sowie Teile der rechten Hand. Was dann folgte, ist eine unglaubliche Rückkehr und Erfolgsgeschichte.

Terry Tranmell konnte es nicht glauben, dass Newgarden bereits kurz nach seiner Operation wieder im Auto saß. "Dieser Junge ist wirklich unglaublich. Eine Woche nach der Operation sitzt der wieder im Auto und fährt ein paar Wochen später in die Victory Lane", sagte der langjährige Chirurg und heutige Sicherheitsberater der IndyCar-Serie. Eine solche Rückkehr hatte er nicht für möglich gehalten. "Das Erste, was ich ihm erzählt hatte, war, dass er vielleicht in Iowa fahren könne, aber dass Road America nie funktionieren würde."

Mit 13 Schrauben in der Schulter und einer nicht verheilten Operation an der Hand ging er in Elkhart Lake an den Start. "Ich hätte nie geglaubt, dass er ein IndyCar überhaupt auf Kurs halten könnte", gibt Trammell zu. "Seine Kraftwerte in der Hand waren nicht einmal in der Nähe dessen, was normal ist." Dennoch fuhr er auf den achten Rang.

Dabei hatte er angekündigt, dass er das Rennen abbrechen würde, wenn die Schmerzen zu groß werden. Auch wenn sich Trammell sicher ist, dass das "höllisch geschmerzt haben" muss, gab Newgarden nicht auf und sollte den Chirurgen ein weiteres Mal verblüffen.

Sieg in Iowa

Das nächste Rennen in Iowa gehört, da es sich um eine Kurzoval-Strecke handelt, zu den anspruchvollsten des Jahres. "Ich war wirklich nervös", gab Newgarden nach dem Rennen zu. Angemerkt hat man ihm das nicht. "Mann war ich überrascht, dass ich das durchgehalten habe", jubelt er nach dem Rennen.

Zu Recht, denn noch immer unter Schmerzen gewann er das Rennen auf der kürzesten Strecke des Jahres. "Es war mit der gebrochenen Hand gar nicht so schmerzhaft", strahlte er. "Und mit der Platte fühlte sich die Schulter auch gut an." Auch Trammell kam aus dem Staunen nicht mehr heraus: Er hat das Lenkrad den ganzen Tag über um maximal fünf Zentimeter gedreht. Und das mit seiner geschwächten Hand. Er ist wie ein Besessener gefahren und hat keinen Fehler gemacht."

Deshalb fordert er nach der "schnellsten Rückkehr aller Zeiten" nun: "Wir brauchen mehr Leute wie ihn."

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