Hülkenberg zwischen den Welten

SID
Montag, 15.06.2015 | 13:04 Uhr
Nico Hülkenberg (r.) triumphiert mit Porsche in Le Mans
© getty
Advertisement
NHL
Golden Knights @ Lightning
NBA
Timberwolves @ Rockets
European Challenge Cup
Gloucester -
Pau
NHL
Canadiens @ Capitals
NBA
Knicks @ Jazz
European Rugby Champions Cup
Clermont -
Ospreys
European Rugby Champions Cup
Treviso -
Bath
NHL
Stars @ Sabres
European Challenge Cup
Stade Francais -
Edinburgh
NBA
Thunder @ Cavaliers
NCAA Division I
Missouri @ Texas A&M
World Championship Boxing
Errol Spence Jr. vs Lamont Peterson
NHL
Flyers @ Capitals
Liga ACB
Andorra -
Barcelona
Liga ACB
Valencia -
Fuenlabrada
NBA
Knicks @ Lakers
NHL
Golden Knights @ Hurricanes
NCAA Division I
North Carolina @ Virginia Tech
NBA
Timberwolves @ Clippers
Basketball Champions League
Elan Chalon -
Ludwigsburg
Basketball Champions League
Estudiantes -
Bayreuth
NBA
Cavaliers @ Spurs
Basketball Champions League
Oldenburg -
AS Monaco
Basketball Champions League
Nanterre -
Bonn
NBA
Rockets @ Mavericks
NCAA Division I
Michigan @ Purdue
NHL
Capitals @ Panthers
NBA
Wizards @ Thunder
World Rugby Sevens Series
Sydney: Tag 1
Unibet Masters
The Masters: Tag 1
NBA
76ers @ Spurs
World Rugby Sevens Series
Sydney: Tag 2
Unibet Masters
The Masters: Tag 2
NCAA Division I
Texas A&M @ Kansas
NBA
Thunder @ Pistons
NCAA Division I
Kentucky @ West Virginia
Liga ACB
Real Madrid -
Bilbao
Unibet Masters
The Masters: Tag 3 -
Session 1
BSL
Banvit -
Fenerbahce
Liga ACB
Estudiantes -
Saski Baskonia
Unibet Masters
The Masters: Tag 3 -
Session 2
NBA
Bucks @ Bulls
NCAA Division I
Kansas @ Kansas State
NBA
Celtics @ Nuggets
St. Petersburg Ladies Trophy Women Single
WTA St. Petersburg: Tag 2
Basketball Champions League
Juventus -
Oldenburg
Basketball Champions League
Besiktas -
Bonn
NBA
Nuggets @ Spurs
St. Petersburg Ladies Trophy Women Single
WTA St. Petersburg: Tag 3
Basketball Champions League
Gaziantep -
Ludwigsburg
Basketball Champions League
Bayreuth -
Venedig

Mit dem Debüt-Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans hat Nico Hülkenberg seinen Ruf als Ausnahmekönner unterstrichen - in der Formel 1 könnte er trotz allem nie bei einem Top-Rennstall landen. Es wäre eine unvollendete Karriere.

Ein Wochenende mit wenig Schlaf hatte seine Spuren hinterlassen, und Nico Hülkenberg musste sich nach seinem historischen Triumph in Le Mans erst mal kneifen. "Es war kein Traum - wir haben es wirklich geschafft", schrieb der 27-Jährige am Montagmorgen bei Twitter und schickte ein weiteres Siegerfoto um die Welt. Der Stolz auf die eigene Leistung bei den 24 Stunden war groß bei einem der besten deutschen Rennfahrer der Gegenwart. In der Formel 1 hat er selten Grund zur Freude.

"So ein Siegergefühl habe ich noch nie gehabt", sagte Hülkenberg bei auto motor und sport: "Wahrscheinlich ist es das Größte, was ich je gewonnen und erreicht habe." Die Zusammenfassung seines Sieges beim wichtigsten Langstreckenrennen liest sich in der Tat beeindruckend. Der erste Erfolg für einen Debütanten seit 17 Jahren, der erste für einen aktiven Formel-1-Piloten seit 24 Jahren und der erste Sieg für Rekordgewinner Porsche seit 1998 - seinen Ruf als Ausnahmekönner unterstrich Hülkenberg bereits bei seinem ersten Auftritt auf dem Traditionskurs.

Chancenlos in der F1

Eine gewisse Tragik in Hülkenbergs Karriere wird allerdings deutlich beim Blick auf eine andere Statistik. Es war der erste Sieg des Emmerichers seit 2009, seit einem GP2-Rennen in Portimao. Im folgenden Jahr wechselte "Hülk" erstmals in die Formel 1, doch ein siegfähiges Auto durfte er dort trotz seiner anerkannten Klasse nie steuern.

Nach seinem Le-Mans-Triumph wird er die schönen Gefühle nun also mit nach Österreich nehmen, wo am Sonntag (ab 14.00 Uhr im LIVE-TICKER) das nächste Rennen in der Königsklasse steigt. Er wird viele Komplimente hören, er wird viele Fragen zu seinem Sieg beantworten - und ab Freitag wird Hülkenberg sich dann wieder in seinen Force India setzen und auf einen Platz im oberen Mittelfeld hoffen.

Mehr ist im Normalfall nicht möglich, so war es auch bei seinen Karriere-Stationen Sauber und Williams. Dass da seit Jahren ein potenzieller Weltmeister seine Runden dreht, ist bekannt in der Formel 1, und fast immer, wenn ein Top-Rennstall neue Fahrer sucht, wird auch Hülkenbergs Name gehandelt.

Ferrari-Deal platzt

Er selbst sieht rückblickend bislang "vielleicht eine echte Möglichkeit, in einem Top-Team zu landen. Besonders viel ist das nicht", sagt der Rheinländer. Im Kopf hat er dabei wohl den Sommer vor zwei Jahren, als sich ein Wechsel zu Ferrari zerschlug. Die Scuderia sagte per SMS ab und verpflichtete Kimi Räikkönen, heute Teamkollege von Sebastian Vettel.

Die Italiener und Räikkönens unklare Zukunft bleiben wohl Hülkenbergs größte Hoffnung. Denn bei Mercedes haben Weltmeister Lewis Hamilton und Nico Rosberg langfristige Verträge, und ob Red Bull Racing, Williams oder gar McLaren-Honda in Zukunft wieder zu Top-Adressen reifen, bleibt abzuwarten.

Mittlerweile ist Hülkenberg 27 Jahre alt, ob er da bereits an einen Wechsel auf die Langstrecke denkt, wird er nach seinem Sieg mit den Teamkollegen Nick Tandy (England) und Earl Bamber (Neuseeland) immer häufiger gefragt. Doch der Blondschopf blockt das ab. "Ich gebe nicht auf", sagt Hülkenberg, "ich bin ein Kämpfer. Und ich glaube an meine Chance." Er weiß, dass seine Formel-1-Karriere ohne echte Siegchance unvollendet wäre.

Alles zur Formel 1

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung