Moto3-Fahrer startet beim Heim-GP von Startplatz eins

Sachsenring: Sandro Cortese holt sich die Pole

SID
Samstag, 07.07.2012 | 14:35 Uhr
Sandro Cortese ließ sich die Pole-Position beim Heim-GP am Sachsenring nicht nehmen
© Getty
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Sandro Cortese ist beim Qualifikationstraining zum Großen Preis von Deutschland in seiner letzten Runde auf die Pole-Position gefahren. Stefan Bradl startet nur aus Reihe zwei.

Sandro Cortese sicherte sich in letzter Sekunde die beste Moto3-Rundenzeit auf der rutschigen Strecke auf dem Sachsenring. Der 22 Jahre alte Schwabe hat damit gute Chancen, am Sonntag die Führung im Gesamtklassement zurückzuerobern.

In der Moto3 hatte es anfangs danach ausgesehen, als würde der sächsische Dauerregen Cortese einen Strich durch seine Pläne machen. "Ich nehme an, dass ich Wasser in der Elektronik hatte, weswegen die Maschine auf der Start-Ziel-Geraden ausgegangen ist", sagte Cortese. Er musste seine KTM zu Beginn des Qualifyings zum achten WM-Lauf zurück an die Box schieben.

Beste Runde in letzter Sekunde

Danach verbesserte er seine Rundenzeiten kontinuierlich, sparte sich die beste Runde auf dem 3,671 Kilometer langen Kurs aber für das Ende auf. "Ich hatte so viel Wasser auf dem Visier, dass ich teilweise blind in die Kurven gefahren bin - ich habe einfach das Gas stehen lassen."

Der WM-Führende Maverick Vinales verbrachte lange Zeit in der Box und fand danach auf dem durchgehend nassen Parcours keine Ideallinie. Dass es für den Spanier schwer wird, im Rennen seinen Vorsprung von sieben Punkten im Klassement auf Cortese zu verteidigen, will der nicht hören: "Vinales wird im Rennen trotzdem kommen, egal ob trocken oder nass."

Für eine Überraschung sorgte Jonas Folger. Der 18-Jährige lenkte seine technisch unterlegene Ioda im strömenden Regen auf Platz acht. Die beiden deutschen Wildcard-Fahrer Luca Grünwald und Kevin Hanus präsentierten sich bei den schwierigen Bedingungen stark. Grünwald kam trotz eines Sturzes auf Position 16 und landete damit nur einen Platz hinter Toni Finsterbusch. Hanus wurde 28. und war damit zwei Plätze besser als Marcel Schrötter.

Bradl startet aus zweiter Reihe

Stefan Bradl ließ in der Königsklasse MotoGP erneut aufhorchen. Unter schwierigsten Bedingungen steuerte er seine Honda auf Startplatz sechs. Seine im starken Regen absolvierte Runde war bis knapp zehn Minuten vor dem Ende auch für die Spitzenfahrer das Maß aller Dinge.

Bei abtrocknender Strecke unterboten sie dann jedoch die Zeit des MotoGP-Rookies. "Als ich auf Platz eins war, hatte ich gehofft, es könnte ein Donnerwetter kommen und alles übergießen", sagte Bradl, der ein "bisschen enttäuscht" war.

Kurz vor Trainingsschluss lenkte der amtierende Weltmeister Casey Stoner seine Honda zur vierten Pole Position der Saison. Sollte es am Sonntag erneut regnen, würde Bradl dies nicht stören. "Im Regen bin ich momentan tatsächlich etwas schneller als im Trockenen. Ich habe mich in den letzten eineinhalb Jahren zu einem Regenfahrer entwickelt", sagte Bradl.

In der Mittelklasse Moto2 wurde Max Neukirchner 22. Der Spanier Marc Marquez sicherte sich wie im Vorjahr den ersten Startplatz.

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