Deutschlands Motorrad-Star gibt dich selbstbewusst

Stefan Bradl: "Podestplatz wäre ein Traum"

SID
Samstag, 07.04.2012 | 11:49 Uhr
Stefan Bradl fährt ab dieser Saison in der MotoGP
© Getty
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An Selbstbewusstsein mangelt es Stefan Bradl vor seinem ersten Rennen in der Motorrad-Königsklasse MotoGP am Sonntag in Katar ganz sicher nicht.

"Ich will kein Lückenfüller sein und in der ersten Saisonhälfte Plätze zwischen sieben und zehn erreichen", sagte der 22-Jährige in einem Interview der Tageszeitung "Die Welt".

"Ein Podestplatz wäre ein Traum"

Obwohl Bradl als amtierender Moto2-Weltmeister an den Start geht, muss er in der hubraumstärkeren MotoGP-Klasse im Duell mit den Superstars wie Titelverteidiger Casey Stoner (Australien) oder dem neunmaligen Champion Valentino Rossi (Italien) erstmal lernen und sich an die neuen Limits herantasten. In der zweiten Saisonhälfte strebt der Sohn des ehemaligen Vize-Weltmeisters Helmut Bradl Ränge zwischen fünf und acht an. "Ein Podestplatz wäre ein Traum", sagt er.

Das größte Probleme sei das Bremsen mit den MotoGP-Maschinen, erklärt Bradl. Verglichen mit Fahrern wie Stoner oder Rossi bremse er noch zu früh. Deshalb sei er auch in der Kurve zu spät beim Aufrichten des Motorrades.

Der WM-Titel hat Bradl zwar über Nacht berühmt gemacht, doch als Vorbild sieht sich der 22-Jährige nicht: "Vielleicht wächst man in eine solche Rolle mal rein, aber jetzt fehlt mir sicher noch viel Lebenserfahrung, um anderen als Vorbild zu taugen."

Nur ein Freund hat den Motorrad-Führerschein

Von seinen Freunden werde er nicht bewundert, nur weil er Motorrad-Weltmeister ist. Denn Motorradrennen seien in seinem privaten Umfeld selten ein Thema. "Es hat auch nur einer meiner Freunde einen Motorrad-Führerschein", sagt Bradl.

Verglichen mit Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel ist Bradl fast ein Nobody. "Das stimmt, und ehrlich gesagt, bin ich auch heilfroh", sagt er. Bradl empfindet es als tolles Gefühl, wenn er mal auf der Straße angesprochen wird und Autogramme geben muss.

Formel 1 und Motorrad seien zwei ganz verschiedene Welten, sagt er. "Ich bin sicher auch einer, der jetzt mehr Geld verdienen kann als ganz viele andere Leute." Aber das halte keinem Vergleich mit Vettel stand. Doch neidisch auf den Formel-1-Star ist Bradl deshalb nicht: "Ich bin total zufrieden mit dem, was ich habe."

MotoGP: Die Renn-Termine

 

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