Heidfeld fährt künftig Langstrecken-WM

SID
Mittwoch, 01.02.2012 | 13:51 Uhr
Nick Heidfeld bekam in der Formel 1 keinen neuen Job mehr
© Getty
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Langstrecke und Le Mans statt Vollgas in der Formel 1: Nick Heidfeld kehrt in den Motorsport zurück und wird in diesem Jahr für das Team Rebellion in der Langstrecken-WM an den Start gehen. Das gab der Schweizer Rennstall am Mittwoch bekannt.

"Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung", sagte der Mönchengladbacher Heidfeld, der im Sommer vergangenen Jahres sein Cockpit bei Lotus-Renault an den Brasilianer Bruno Senna verloren und seitdem keinen Job mehr in der Formel 1 gefunden hatte.

Der 34-Jährige wird 2012 die zwölf Stunden von Sebring, die sechs Stunden von Spa-Francorchamps und die 24 Stunden von Le Mans für Rebellion bestreiten. Heidfeld, der sich den Lola-Toyota LMP1 mit dem Schweizer Neel Jani und Alain Prosts Sohn Nicolas teilt, freut sich besonders auf seine Premiere am 17. März - "in Sebring, auf einer für mich neuen Strecke", sagte Heidfeld.

Am 5. Mai im belgischen Spa-Francorchamps erhält Heidfeld die zweite Bewährungschance, ehe er am 16. und 17. Juni im französischen Le Mans seine Runden drehen darf.

Erster Einsatz in Le Mans schon 1999

Seit seinem unfreiwilligen Rückzug aus der Formel 1 befand sich Heidfeld auf Jobsuche und wurde zuletzt auch mit einem Engagement in der DTM in Verbindung gebracht. Die Hoffnung auf ein Cockpit in der Motorsport-"Königsklasse" hatte "Quick Nick" zwar nie ganz aufgegeben, doch mit dem Einstieg in die Langstrecken-WM erfüllt sich Heidfeld offenbar einen Traum.

"Seit ich 1999 in Le Mans gefahren bin, habe ich immer gewusst, dass ich eines Tages auf die Langstrecke zurückkehren möchte", sagte Heidfeld.

Mit seinem neuen Team, das große Hoffnungen in den prominenten Zugang setzt, möchte Heidfeld in der neuen Weltmeisterschaftsserie, die insgesamt acht Rennen umfasst, an die zurückliegenden Erfolge anknüpfen.

183 F1-Starts

Beim Vorgänger, dem Intercontinental Le Mans Cup, rangierte Rebellion 2011 hinter den Werksteams Peugeot und Audi auf Platz drei. "Ich hoffe, dass wir die schon bisher beeindruckenden Erfolgsstatistiken weiter ausbauen können", sagte Heidfeld.

Heidfeld absolvierte in seiner Formel-1-Karriere 183 Grand Prix, stand 13 Mal auf dem Podium, blieb aber sowohl bei Prost (2000), Sauber (2001 bis 2003), Jordan (2004), Williams (2005), BMW (2006 bis 2009), erneut Sauber (2010) sowie zuletzt Lotus-Renault ohne einen einzigen Sieg.

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