Freitag, 06.01.2012

Wetter in den Anden zu schlecht

Sechste Etappe der Rallye Dakar abgesagt

Ein Todesopfer, mehrere schwere Unfälle und nun eine Etappen-Absage: Die 33. Rallye Dakar steht weiter unter keinem guten Stern.

Die sechste Etappe der Rallye Dakar wurde wegen schlechten Wetters in den Anden abgesagt
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Die sechste Etappe der Rallye Dakar wurde wegen schlechten Wetters in den Anden abgesagt

Am Donnerstagabend (Ortszeit) musste das sechste Teilstück vom argentinischen Fiambala in die chilenische Stadt Copiapo gestrichen werden. Anhaltender Schneefall und Regen auf dem Paso San Francisco hatten die Strecke unpassierbar gemacht, der Grenzübergang wurde geschlossen. Ungewöhnliche Wetterbedingungen für Argentinien, schließlich ist auf der Südhalbkugel derzeit Hochsommer. Die Rallye soll nun am Samstag in Copiapo mit der siebten Etappe fortgesetzt werden.

"Um die Sicherheit der Teilnehmer und des Rallye-Trosses zu gewährleisten, haben wir entschieden, am Freitag einen Konvoi für alle Fahrzeuge zu organisieren", teilte der Veranstalter mit. Mit dem Konvoi sollen die Fahrzeuge den 4.700 Meter hoch gelegenen Andenpass außerhalb des Wettbewerbs passieren.

61. Todesopfer gleich zum Auftakt

Die Absage der Etappe ist allerdings harmlos im Vergleich zu den leider schon traditionellen Dakar-Unfällen. Die diesjährige Rallye hatte bereits ein erstes Todesopfer gefordert, als die Veranstaltung noch gar nicht richtig begonnen hatte. Am Neujahrstag war der argentinische Motorradfahrer Jorge Martinez seinen Verletzungen erlegen, die er bei einem Unfall auf der ersten Etappe erlitten hatte. Martinez war das insgesamt 61. Todesopfer bei der berühmt-berüchtigten Rallye.

Der Peruaner Manuel Jamett musste auf der zweiten Etappe nach einem schweren Sturz aufgeben, am dritten Tag erwischte es den Amerikaner Quinn Cody. Selbst Tiere werden so manchem Fahrer inzwischen zum Verhängnis. Am vergangenen Montag musste Bruno da Costa nach einer Kollision mit einer Kuh aufgeben, die den Unfall nicht überlebte. Zuvor war Sergio Cerdera mit einem Pferd zusammengestoßen.

Peterhansel auf dem Weg zum zehnten Titel

Einen Schutzengel hatte der Franzose Sebastien Coue. Er wurde von den Organisatoren bewusstlos in den Dünen von El Nihuil gefunden, befand sich zwischenzeitlich im Koma, ist aber inzwischen außer Lebensgefahr. Und auch die Zuschauer leben gefährlich: Zwei Personen, die mit einem Leichtflugzeug die Rallye beobachten wollten, stürzten ab und kamen dabei ums Leben.

So gerät auch bei der 33. Dakar-Rallye das Sportliche bisweilen in den Hintergrund. In der Gesamtwertung führt der neunmalige Gewinner Stephane Peterhansel aus Frankreich mit einem Vorsprung von 4:18 Minuten vor dem Polen Krzysztof Holowczyc. Auf Platz drei folgt der Spanier Nani Roma.

Rallye Dakar: Tortur vom ersten Meter an
Die Dakar 2012 hat beinhart begonnen. Tragischer Tiefpunkt der ersten Etappe war natürlich der tödliche Unfall von Motorrad-Pilot Jorge Martinez
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Die Dakar 2012 hat beinhart begonnen. Tragischer Tiefpunkt der ersten Etappe war natürlich der tödliche Unfall von Motorrad-Pilot Jorge Martinez
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Aber auch bei den Autos war vom ersten Kilometer an klar, was für eine Tortur die Rallye ist. Hier brannte das Auto des Argentiniers Jose Antonio Blangino aus
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Auch Routiniers waren nicht vor dem Feuer gefeit. Der Südafrikaner Alfie Cox hat schon viele Dakar-Rallyes gesehen, diesem Brand stand aber auch er machtlos gegenüber
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Von Cox' Auto war wirklich überhaupt nichts mehr übrig. Und das auf der allerersten Etappe der über 8000 Kilometer langen Rallye
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Vorjahressieger Nasser Al-Attyiah musste ebenfalls noch vor Ende des ersten Teilstücks die Segel streichen. Der Motor an seinem Hummer machte schlapp
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Sein Hummer-Kollege Robby Gordon schleppte Al-Attyiah noch ins Ziel. Zuvor hatte er sich erfolgreich durch die ersten Dünen Südamerikas gekämpft
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Sein Hummer-Kollege Robby Gordon schleppte Al-Attyiah noch ins Ziel. Zuvor hatte er sich erfolgreich durch die ersten Dünen Südamerikas gekämpft
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Die ersten Wertungskilometer der Rallye führten die Piloten an der argentinischen Atlantikküste entlang. Das Ziel liegt diesmal in Peru
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Die ersten Wertungskilometer der Rallye führten die Piloten an der argentinischen Atlantikküste entlang. Das Ziel liegt diesmal in Peru
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Es gab auf dem ersten Teilstück übrigens nicht nur Sand. Auch Wasserdurchquerungen standen auf der Tagesordnung - das volle Dakar-Programm eben.
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Es gab auf dem ersten Teilstück übrigens nicht nur Sand. Auch Wasserdurchquerungen standen auf der Tagesordnung - das volle Dakar-Programm eben.
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