Race of Champions

Vettel und Schumacher wollen den Sieg

SID
Freitag, 02.12.2011 | 14:49 Uhr
Teamkollegen statt Konkurrenten: Sebastian Vettel (r.) und Michael Schumacher
© Getty
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Sebastian Vettel und Michael Schumacher wollen beim Race of Champions den fünften Nationentitel holen - und endlich auch einmal im Einzelrennen ganz vorne landen.

Michael Schumacher freut sich auf die Feier, fürchtet aber den Kater, Sebastian Vettel will endlich seinen ersten Sieg im Fußballstadion: Die beiden deutschen Formel-1-Weltmeister werden beim Race of Champions am Wochenende (Samstag, 19.00 Uhr, Sonntag, 14.00 Uhr) erneut als Team Deutschland an den Start gehen und wollen den Fans in Düsseldorf nicht nur eine große Gaudi, sondern möglichst auch erstmals zwei Titel bieten.

Der Nationen-Cup, den das deutsche Star-Duo zum fünften Mal in Serie gewinnen kann, sei "ähnlich wie die Konstrukteurs-WM in der Formel 1, wo man gemeinsam für ein Ziel kämpft", sagt Vettel: "Doch ich habe definitiv das Ziel, auch den Fahrer-Titel beim Race of Champions zu gewinnen." Was DTM-Pilot Mattias Ekström aus Schweden im Gegensatz zu Vettel und Schumacher schon geschafft hat - und das bereits dreimal, weshalb er wieder zu den Favoriten zählt.

"Schon fast magisch"

Die Veranstaltung in der Düsseldorfer Multifunktionsarena, die seit der Nacht auf Dienstag in einem 72-Stunden-Marathon umgebaut wird, bezeichnet Fußball-Fan Vettel als "schon fast magisch, ein bisschen, wie ein Fußballspiel in einem vollen Stadion. Ich kann es kaum noch abwarten, bis es endlich losgeht."

Gleiches gilt für Schumacher, den neben der "Spielzeug-Rennbahn" auch das Drumherum begeistert. "Das Feiern mit Sebastian hat sich mittlerweile zu einer sehr spaßigen Tradition entwickelt", sagt er: "Darum wäre ich absolut happy, wenn es uns gelingen würde, den Nations-Cup erneut zu gewinnen - auch wenn die anschließende Party üblicherweise dazu führt, dass wir am kommenden Tag in der Fahrer-Konkurrenz mit gewissen Fitness-Problemen zu kämpfen haben."

Kämpfen müssen die Piloten im extrem prominent besetzten Starterfeld auf der 600 Meter langen und 7,50 Meter breiten Piste bei identischen Bedingungen. Denn sie fahren in identischen Autos, vom mehr als 500 PS starken Audi R8 LMS über den Skoda-Rallyeboliden Fabia S2000 und den Volkswagen Scirocco reicht die Palette bis hin zum agilen Buggy. Die Fahrer erfahren erst kurz vor dem jeweiligen Lauf, in welchem Gefährt sie antreten werden und müssen sich blitzschnell darauf einstellen.

Auch Glock und Scheider dabei

Im Vorjahr siegte im Einzelrennen sensationell der Portugiese Filipe Albuquerque, der diesmal gemeinsam mit Mercedes-DTM-Pilot David Coulthard aus Schottland in einem All-Star-Team antritt. "Das Race of Champions 2010 war ein Wendepunkt in meinem Leben", sagt Albuquerque, der danach einen Werksvertrag von Audi für die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft erhielt: "Das Überraschungsmoment habe ich dieses Jahr natürlich nicht mehr auf meiner Seite, aber ich werde einfach wieder mein Bestes geben."

In Timo Glock, der gemeinsam mit dem zweimaligen DTM-Champion Timo Scheider das Team Deutschland II bildet, Vize-Weltmeister Jenson Button aus England und dem Russen Witali Petrow sind drei weitere Formel-1-Piloten am Start. Hinzu kommen aus Frankreich GP2-Meister Romain Grosjean und der künftige VW-Pilot und aktuelle Deutschland-Rallye-Sieger Sébastien Ogier sowie - wenn auch nur in der Einzelwertung am Sonntag - der aktuelle DTM-Champion Martin Tomczyk aus Rosenheim. Im Rahmenprogramm fahren am Sonntagmittag zudem Altmeister wie Heinz-Harald Frentzen oder Hans-Joachim Stuck den Legenden-Cup aus.

Autos, Musik und Action

Für die Fahrer ist es ein großer Spaß mit Wettkampf-Charakter. "Während der Saison müssen wir alle immer voll konzentriert sein. Deshalb ist es einfach schön, dass man hier auch mal die Zeit hat zu sagen: 'Hey, lass uns heute Abend zusammen einen trinken gehen'", sagt Schumacher: "Das ändert allerdings nichts daran, dass wir alle professionelle Fahrer sind: In dem Moment, in dem das Visier heruntergeklappt wird, will jeder von uns nur noch gewinnen."

So oder so sei das Race of Champions "definitiv eine coole Art, das Wochenende zu verbringen", sagt der siebenmalige Formel-1-Champion: "Für all die, die Autos, Musik und Action mögen, gibt es an diesem Wochenende keine Alternative."

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