Dakar-Rallye in Südamerika

VW peilt Titel-Hattrick an

SID
Sonntag, 02.01.2011 | 12:28 Uhr
Carlos Sainz (l.) und Lucas Cruz gehen als Titelverteidiger ins Rennen
© Getty
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Auch bei der dritten Auflage der Dakar-Rallye in Südamerika will VW in der argentinischen Pampa und der chilenischen Atacama-Wüste die Nummer eins sein. Ziel ist der Hattrick.

9618 Kilometer, 13 Etappen, vier neue Autos, ein Ziel: VW will bei der berüchtigten Dakar-Rallye den Hattrick. Seit dem Wechsel des Wüsten-Spektakels nach Südamerika waren die Wolfsburger in der argentinischen Pampa und der chilenischen Atacama-Wüste das Maß der Dinge.

Das soll nach dem Willen von VW-Motorsportdirektor Kris Nissen auch 2011 so bleiben. "Ein weiterentwickelter und noch stärkerer Race Touareg, vier bewährte Duos - unser Ziel bei der Dakar 2011 ist es ganz klar, den Siegen von 2009 und 2010 einen weiteren folgen zu lassen", sagte Nissen im Vorfeld der Rallye vom 1. bis 15. Januar, die Mensch und Material auf 5020 Wertungs-Kilometern alles abverlangen wird.

"Zweiter zu werden, ist niemals das Ziel eines Motorsportlers"

Dabei müssen die Titelverteidiger Carlos Sainz/Lucas Cruz (Spanien) auf ihre Vorgänger Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (Südafrika/Karlshof), vor allem aber auf Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk achten. Das schnelle Multitalent aus Katar, als Tontaubenschütze 2004 in Athen Olympiavierter, und sein Berliner Co-Pilot hatten im vorigen Jahr das Duell mit Sainz nur um 2:12 Minuten verloren - es war der knappste Rückstand der Dakar-Geschichte.

"Zweiter zu werden, ist niemals das Ziel eines Motorsportlers. Ganz klar: Wir wollen die Dakar gewinnen", sagt der 36 Jahre alte Gottschalk. "Die eigenen Teamkollegen zu schlagen, ist die erste Pflicht, wenn man gewinnen will. Nach der knappen Niederlage im Vorjahr wollen Timo und ich beweisen, dass wir Siegertypen sind", sagt Al-Attiyah.

Im vierten Touareg, der nicht nur optisch dem neuen Serienmodell angepasst und in vielen Bereichen überarbeitet wurde, sitzen erneut Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/Südafrika), die in den letzten beiden Jahren die Plätze zwei und drei belegt hatten.

"Wir können mit Fug und Recht behaupten, den stärksten Fahrerkader in unseren Reihen zu haben. Jedes der vier Duos hat in den vergangenen zwei Jahren wenigstens einen Podestplatz bei der Dakar geholt - das zeigt die Qualität, die in der Truppe steckt", sagt Nissen.

Kahle für Überraschung gut

Den Dakar-Rekordgewinner hat VW allerdings als Gegner. Der Franzose Stephane Peterhansel, der die Rallye sechsmal auf dem Motorrad und dreimal im Auto gewann, geht wie im Vorjahr für den härtesten VW-Widersacher X-raid an den Start.

Das Team von Sven Quandt aus dem hessischen Trebur hat seinen BMW X3 nochmal verbessert und hofft, auch die Zuverlässigkeit auf das Niveau der Wolfsburger gehoben zu haben. Im Kampf um den Gesamtsieg setzt Quandt in diesem Jahr alles auf Peterhansel, der im Team die klare Nummer eins ist.

Eines der insgesamt sieben X-raid-Fahrzeuge, gesteuert von Peterhansels Landsmann Guerlain Chicherit, wird allerdings nicht im bekannten X3-Look antreten, sondern auf gleicher technischer Basis als Mini Countryman.

Nebenbei noch Extrem-Skifahrer

Chicherit, der auf Rallye-Pisten ebenso wie als Extrem-Skifahrer ein Ass ist, soll mit dem in Rekordzeit aufgebauten Wagen allerdings eher auf Ankommen fahren als mit vollem Risiko. In einem bewährten X3 sitzt der hessische Werkzeug-Fabrikant Stephan Schott (Weilrod) mit seinem Leipziger Beifahrer Holm Schmidt.

Zweiter deutscher Fahrer neben Edel-Amateur Schott ist der siebenmalige deutsche Rallyemeister Mathias Kahle (Köln), der mit Beifahrer Thomas Schünemann in einem von dessen Hamburger Softwarefirma eingesetzten zweiradgetriebenen Buggy startet.

Das Fahrzeug kommt in diesem Jahr erstmals vom französischen Herstellers SMG und verfügt über einen rund 300 PS starken BMW-Dieselmotor. Damit dürfte Kahle durchaus für die eine oder andere Überraschung gut sein.

Insgesamt 23 Fahrzeuge aussortiert

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