Freitag, 20.08.2010

Motorsport

Loeb bleibt weiter ungeschlagen

Nach dem ersten Tag der Deutschland-Rallye liegt Sebastian Loeb mit seinem Co-Piloten Daniel Elena auf Platz eins. Seit 2002 hat der Franzose alle deutschen WM-Läufe gewonnen.

Sebastien Loeb holte bei 131 Rallye-Starts insgesamt 58 Siege
© Getty
Sebastien Loeb holte bei 131 Rallye-Starts insgesamt 58 Siege

Rekordweltmeister Sebastien Loeb scheint auf deutschem Boden unschlagbar. Der 33-jährige Franzose, der bisher alle sieben deutschen WM-Läufe seit 2002 gewonnen hat, liegt nach dem ersten Tag und sechs von 19 Wertungsprüfungen mit seinem Co-Piloten Daniel Elena im Citroen C4 mit 1:18;25,5 Stunden 9,5 Sekunden vor seinen spanischen Markenkollegen Daniel Sordo/Diego Vallejo.

Weitere 1:04,7 Minuten zurück folgen die Finnen Jari-Matta Latvala/Miikka Anttila im Ford Focus WRC. Der frühere Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen (Finnland/Citroen) belegt mit einem Rückstand von 3:22,8 Minuten Rang acht.

Loeb: Keine Vorentscheidung

"Das war ein guter Tag für uns, obwohl ich mir auf der ersten Prüfung die Felge hinten links angeschlagen hatte und dadurch etwas Zeit verloren hatte", meinte Loeb.

Eine Vorentscheidung, so der sechsmalige Weltmeister, sei aber noch nicht gefallen: "Auf den langen Asphaltprüfungen am Samstags auf dem ehemaligen Militärgelände ist immer ein technischer Defekt möglich, der einen weit zurückwerfen kann."

Schrecksekunde kurz nach dem Start

Pech hatte der Singener Aaron Burkart. Der 27jährige kam schon auf der ersten Sonderprüfung mit seinem Suzuki Swift von der Strecke ab und fiel auf Rang 35 zurück. Kein Risiko eingehen wollte in den Weinbergen der deutsche Rallyemeister Hermann Gassner jr. im Mitsubishi Lancer Evo IX, der den Freitag als 31. im Gesamtklassement beendete.

Begonnen hatte die Rallye heute morgen mit einer Schrecksekunde. Nach einem Unfall des Niederländers Kevin Abbring (Renault Clio R3) musste die erste Wertungsprüfung gestoppt werden. Beide Piloten blieben unverletzt.

Veranstalter erwartet 200.000 Zuschauer

Am Samstag fällt die Vorentscheidung über den Gesamtsieg auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Baumholder im Hunsrück. Dort werden acht Prüfungen gefahren, darunter die "Königsetappe" über 48 Kilometer.

Die Rallye, zu der der veranstaltende ADAC auch in diesem Jahr an drei Tagen wieder mehr als 200.000 Zuschauer erwartet, endet am Sonntagmorgen mit dem "Circus Maximus", einem spektakulären Innenstadtkurs in Trier rund um das Wahrzeichen der ältesten Stadt Deutschlands, das römische Stadttor Porta Nigra.

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