Freitag, 11.06.2010

Motorsport

Trotz Quali-Rückstands: Audi will Sieg zurück

In den vergangenen Jahren fuhr Audi allen davon. Im letzten Jahr gewann Peugeot. Aber wie geht der Langstreckenklassiker 2010 aus?

Mike Rockenfeller war als Fünfter bester Audi-Pilot im Qualifying von Le Mans
© Getty
Mike Rockenfeller war als Fünfter bester Audi-Pilot im Qualifying von Le Mans

Seit dem Einstieg von Audi bei den 24 Stunden von Le Mans im Jahr 2000 überzeugt die Mannschaft aus Ingolstadt. Bei den zehn Rennstarts hat Audi acht Mal das legendäre Langstreckenrennen für sich entschieden. Nur im Jahr 2003 gewann Bentley. Der wohl größte Konkurrent ist derzeit Peugeot. Im letzten Jahr durchbrachen die Franzosen die Siegesserie der Ingolstädter und zählen auch bei der diesjährigen 78. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans zu den Favoriten.

Im letzten Jahr entschied der Peugeot 908 Hdi FAP zusammen mit dem ehemaligen Formel-1-Fahrer Alexander Wurz, David Brabham und Marc Gene das Rennen für sich. Dahinter reihte sich ein weiterer Peugeot ein, der von Sebastien Bourdais, Franck Montagny und Stephane Sarrazin gesteuert wurde. Audi kam im Vorjahr auf Platz drei und will in diesem Jahr wieder ganz oben auf dem Podest stehen. "Unser Ziel ist es, das Ergebnis des letzten Jahres mit einem Sieg wieder auszugleichen", so Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich optimistisch.

Bilder des Tages - 11. Juni
Es ging heiß her beim 96:89-Sieg der Boston Celtics im vierten Spiel des NBA-Playoff-Finals gegen die Los Angeles Lakers. Ray Allen (r.) schnappt sich letztlich den Ball
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Auch Bostons Nate Robinson hängt sich voll ins Zeug und erzielt in 17 Minuten Einsatzzeit immerhin 12 Punkte
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Pau Gasol (u.) trug ebenfalls einiges zum Spektakel in Boston bei. Der Spanier wird wegen seiner manchmal übertriebenen Theatralik nicht überall geliebt
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Andy Najar von D.C. United beweist, dass der Fußball mittlerweile auch in den USA liebgewonnen wurde und setzt sich das Spielgerät einfach auf den Kopf
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Im selben Spiel treffen wir einen alten Bekannten: Ex-Gunner Freddie Ljungberg kickt mittlerweile mit gesundem Wohlstandsbauch für die Seattle Sounders
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Viel Spaß im Training der neuseeländischen Rugby-Nationalmannschaft. Ben Franks (r.) fordert Owen Franks (l.) und Sam Whitelock zum Schnick Schnack Schnuck heraus
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So schön kann Golf sein: Natalie Gulbis startet bei den LPGA State Farm Classics in Springfield, Illinois
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Das Rennen ist erst am Sonntag, gearbeitet wird schon jetzt: Sebastian Vettel (l.) und Mark Webber schreiben in Montreal Autogramme
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Optimismus bei Audi

2006 sorgte Audi mit dem ersten Sieg eines Dieselfahrzeugs in Le Mans weltweit für Schlagzeilen. Für das diesjährige Highlight des Jahres bringt Audi ein Plus an Effizienz an den Start, um wieder zur alten Siegesform zurückzukehren: Nach dem dritten Platz im Vorjahr wurde der erste Diesel-Rennsportwagen der zweiten Generation, der Audi R15 TDI, in den letzten zwölf Monaten in zahlreichen Details überarbeitet und noch stärker in Richtung Effizienz getrimmt. Nicht nur aerodynamisch wurden Fortschritte gemacht, sondern auch das Cockpit wurde ergonomischer gestaltet.

Die Vorbereitungen im vergangenen Jahr liefen nicht nach Plan. Durch eine Reihe von Unfällen geriet Audi erheblich in Zeitverzug. "In diesem Jahr sind wir wesentlich besser vorbereitet. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir es in Le Mans mit sehr starker Konkurrenz zu tun haben und während der 24 Stunden wie immer sehr viel passieren kann. Trotzdem ist unser Ziel klar: Wir wollen den Siegerpokal zurück nach Ingolstadt und Neckarsulm holen", so Ullrich.

Mit Tom Kristensen, der die 24 Stunden von Le Mans insgesamt acht Mal gewinnen konnte und somit der erfolgreichste Le Mans Pilot aller Zeiten ist, hat Audi die Speerspitze schon seit Jahren mit im Boot. "Audi hat einen wichtigen Schritt vom R15 zum R15 plus getan. Das Plus besagt, dass der R15 TDI in allen Bereichen in Bezug auf Effizienz und Performance überarbeitet wurde", so Kristensen. Auch er hofft, dass das Plus hilft, dieses Jahr das große Ziel zu erreichen.

Erste Kampfansage von Peugeot

Beim Qualifying in Le Mans zeigte sich die erste ernüchternde Erkenntnis. Audi musste sich den schnellen Franzosen geschlagen geben. Die Top 4 hatte ganz klar Peugeot in der Hand. Sebastien Bourdais war der schnellste Pilot im Feld, gefolgt vom Vorjahressieger Alexander Wurz. Auf den Plätzen drei und vier reihten sich zwei weitere Peugeots ein. Stephane Sarrazin fuhr die drittschnellste Zeit, in direkter Verfolgung von Nicolas Lapierre, der für das Privatteam Oreca Matmut unterwegs ist.

Bester Audi wurde Mike Rockenfeller, der mit 2,270 Sekunden einen deutlichen Rückstand zur Spitze hat. Direkt dahinter folgten die beiden von Joest eingesetzten Boliden auf den Plätzen sechs und sieben. Tom Kristensen bemängelte die Performance seines Audis. "Im Moment verlieren wir auf der Geraden und besonders im zweiten Sektor zu viel Zeit", so Kristensen.

Eine Rückschau auf die 24 Stunden auf dem Nürburgring sowie ausführliche Analysen und Interviews zur Formel 1 und der MotoGP lesen Sie in der Juni-Ausgabe 6/10 des "Motorsport-Magazins" und auf "Motorsport-Magazin.com". Das "Motorsport-Magazin" ist im Handel erhältlich. Oder am besten gleich online zum Vorzugspreis abonnieren:

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