Mittwoch, 02.06.2010

24-Stunden-Rennen

BMW kehrt mit Kunstwerk nach Le Mans zurück

Mit einem spektakulären Pop-Art-Rennwagen geht BMW bei den 24 Stunden von Le Mans an den Start. Vor elf Jahren durfte der bayrische Rennstall den Gesamtsieg bejubeln.

Mario Theissen ist seit 2003 alleiniger Motorsportdirektor bei BMW
© sid
Mario Theissen ist seit 2003 alleiniger Motorsportdirektor bei BMW

BMW-Comeback in Le Mans: Elf Jahre nach dem letzten und bisher einzigen Triumph des Münchner Automobilherstellers bei den 24 Stunden von Le Mans kehrt BMW mit einem spektakulären Kunstwerk an die Stätte des großen Erfolges von 1999 zurück.

Der US-amerikanische Pop-Art-Künstler Jeff Koons enthüllte den von ihm künstlerisch gestalteten BMW M3 GT2 am Mittwoch vor 300 geladenen Gästen im Centre Pompidou in Paris. Das GT-Auto des Münchner Automobilherstellers trifft am 12./13. Juni beim berühmtesten Langstreckenklassiker an der Sarthe auf starke Konkurrenz von Ferrari, General Motors und Porsche.

Begeisterung bei Mario Theissen

"Ich bin stolz und freue mich sehr über dieses Projekt. Die Kombination aus Kunst und Motorsport ist herausragend und ein absolutes Highlight in Verbindung mit unserer Rückkehr nach Le Mans", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen dem "sid".

Der "Kunst"-M3, der nur dieses eine Rennen fahren soll, wird vom dreimaligen Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx (Großbritannien) sowie Dirk Müller (Burbach) und Dirk Werner (Kissenbrück) pilotiert.

Kraftvolle Dynamik für BMW Art Car

Mit dem Projekt setzt BMW eine Tradition fort, die 1975 geboren wurde. Beim Design hat Koons Bilder von Rennwagengrafiken, 20 lebhaften Farben und Darstellungen von Geschwindigkeit und Explosionen gesammelt.

Das ausdruckstarke Außendesign, das aus Hunderten Linien besteht, in Kombination mit dem silbernen Interieur, verleiht dem 17. BMW Art Car eine kraftvolle Dynamik.

Erstes Art Car holt Klassensieg

1977 wurde im Pariser Centre Pompidou, einer der renommiertesten Kulturinstitutionen der Welt für moderne und zeitgenössische Kunst, schon einmal ein Art Car präsentiert, mit dem BMW anschließend in Le Mans antrat und dabei den neunten Gesamtrang belegte sowie einen Klassensieg feierte.

Die Münchner setzten noch einen zweiten "normalen" M3 GT2 für die Werksfahrer Uwe Alzen (Betzdorf), Augusto Farfus (Brasilien) und Jörg Müller (Hückelhoven) ein. Beide GT-Autos werden vom BMW-Werksteam Schnitzer (Freilassing) eingesetzt.

Nur zwei Monate Zeit

Die Herausforderung bei der Kreierung des BMW Art Cars lag in der Verwendung eines leichten Materials, das die Aerodynamik und das Gewicht des M3 nicht negativ beeinflusst.

Auch der Zeitablauf war ein heikles Thema, denn zwischen den ersten Designskizzen und der Weltpremiere in Paris lagen nur zwei Monate, in die auch noch ein LMS-Rennen im belgischen Spa am 9. Mai integriert werden musste.

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