Montag, 10.05.2010

Motorsport

Regen bremst Air-Race-Piloten aus

Regenfälle haben für den Abbruch des Red Bull Air-Race in Rio de Janeiro gesorgt. Zum Sieger wurde der Qualifying-Erste und Ex-Weltmeister Hannes Arch erklärt.

Schlechtes Wetter bremste das Red Bull Air Race am Zuckerhut aus
© sid
Schlechtes Wetter bremste das Red Bull Air Race am Zuckerhut aus

Regen am Zuckerhut bescherte dem Österreicher Hannes Arch nach Perth seinen zweiten Saisonsieg bei der Red Bull Air Race-Weltmeisterschaft 2010. "Aufgrund der Wetterbedingungen konnten wir das Rennen nicht weiter austragen", erklärte Race-Direktor Drew Searle nach dem Rennabbruch in Rio de Janeiro. Es war nach Longleat in Großbritannien 2006 erst das zweite Rennen in der WM-Geschichte überhaupt, das abgebrochen werden musste.

Laut Reglement wurden die Ergebnisse des Qualifyings vom Samstag, das rund 400.000 Zuschauer bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von über 30 Grad verfolgt hatten, auch als Rennergebnis gewertet. Und der Sieger des Qualifyings am Flamengo Beach war der Weltmeister von 2008, Hannes Arch. "Ich bin erleichtert, dass ich in der WM-Gesamtwertung näher zu Paul Bonhomme aufschließen konnte. Das stimmt mich zuversichtlich für die kommenden Rennen", so der Österreicher.

Der in der WM führende Brite Bonhomme indes musste sich hinter seinem Landsmann Nigel Lamb mit Rang drei zufrieden geben, zeigte sich aber gelassen. "Die Saison ist noch lang." Beim Abbruch 2006 in Longleat wurde Bonhomme zum Sieger erklärt.

Dolderer hofft auf "neues Flugzeug"

Der deutsche Pilot Matthias Dolderer, der aufgrund einer Zwei-Sekunden-Strafe im Qualifying Rang zehn belegt hatte, wollte beim Rennen eigentlich "Gas geben". Doch das Wetter machte dem Allgäuer einen Strich durch die Rechnung.

"Das war einfach nicht mein Wochenende. Ich hatte gehofft, im Top-12-Rennen weiter nach vorne fliegen zu können. Nach dem Rennabbruch zählt nun leider mein Ergebnis von gestern. Punktemäßig war es im Vergleich zu den vorangegangenen Rennen also ein Rückschlag. Jetzt muss ich in Windsor kräftig aufholen, und ich hoffe, dass mein neues Flugzeug dann schon einsatzbereit ist."

Die WM wird am 5./6. Juni in Windsor/Kanada fortgesetzt. Die weiteren Stationen sind: New York (19./20. Juni), EuroSpeedway Lausitz bei Dresden (7./8. August), Budapest (19./20. August) und Lissabon (4./5. September).

Bei der von der FIA überwachten Red Bull Air Race-WM navigieren die Piloten ihre acht Meter breiten Rennflugzeuge mit bis zu 370 Stundenkilometer durch 20 Meter hohe Pylone, die im Abstand von nur zwölf Metern aufgestellt werden und den WM-Parcours markieren. Ziel ist es, so schnell wie möglich den Parcours abzufliegen und so wenig Fehler wie möglich, wie beispielsweise touchieren der Pylone, zu machen.

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