Jungfleisch Vierte - Lasizkene holt Gold

SID
Samstag, 12.08.2017 | 22:25 Uhr
Nah dran und dann doch nur Vierte – Marie-Laurence Jungfleisch verpasst bei der WM eine Medaille
© getty
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Die deutsche Hochsprung-Meisterin Marie-Laurence Jungfleisch hat bei der Leichtathletik-WM in London die Bronzemedaille knapp verpasst. Die 26-Jährige kam beim Sieg der russischen Topfavoritin und Titelverteidigerin Maria Lasizkene, die als neutrale Athletin Gold gewann, mit 1,95 m auf Platz vier.

Die deutsche Hochsprung-Meisterin Marie-Laurence Jungfleisch (Stuttgart) hat bei der Leichtathletik-WM in London die Bronzemedaille knapp verpasst. Die 26-Jährige kam beim Sieg der russischen Topfavoritin und Titelverteidigerin Maria Lasizkene, die als neutrale Athletin Gold gewann, mit 1,95 m auf Platz vier.

Jungfleisch scheiterte dreimal an 1,97 m. Die Polin Kamila Licwinko schaffte diese Höhe im dritten Versuch - hätte sie gerissen, wäre Jungfleisch Dritte geworden. Als bisher letzte deutsche Hochspringerin hat Ariane Friedrich 2009 in Berlin mit Bronze eine WM-Medaille gewonnen.

Lasizkene siegt im hochklassigen Finale

Lasizkene, die im ersten Anlauf 2,03 m übersprang und danach auf Rekordjagd ging, siegte nach hartem Kampf vor der erst 19 Jahre alten Ukrainerin Julia Lewtschenko (2,01). Licwinko, die nach dem knapp vermiedenen Aus noch 1,99 m im ersten Versuch meisterte, holte Bronze. Olympiasiegerin Ruth Beitia (Spanien) kam nicht über 1,88 m hinaus, die 38-Jährige belegte damit nur Platz elf.

Die 24 Jahre alte Lasizkene sicherte sich ihr zweites WM-Gold und dem "russischen" Team den ersten Sieg bei den Titelkämpfen, im Vorfeld hatte sie schon 2,06 m gemeistert.

Lasizkene, die unter ihrem Mädchennamen Kutschina 2015 in Peking gewonnen hatte, war wie 18 weitere Russen vom Weltverband IAAF mit einer Ausnahmegenehmigung für den Start in London ausgestattet worden, weil sie nachweisen konnte, dass sie nicht Teil des staatlichen Dopingsystems in ihrer Heimat war. Hürdensprinter Sergej Schubenkow, Weitspringerin Darja Klischina und Hammerwerfer Waleri Pronkin hatten zuvor jeweils Silber geholt.

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