Leichtathletik

Klosterhalfen glänzt mit Super-Zeit

SID
Röhler behielt am Ende die Nerven

93-Meter-Mann Thomas Röhler konterte mit seinem letzten Versuch bei der Mini-WM, Konstanze Klosterhalfen unterstrich mit der nächsten Super-Zeit ihr enormes Potenzial - der Speerwurf-Olympiasieger und die Laufhoffnung haben beim Diamond-League-Meeting in Rom für die herausragenden Ergebnisse aus deutscher Sicht gesorgt.

Röhler sicherte sich mit einer Leistungssteigerung im sechsten Durchgang doch noch den Sieg in einem hochkarätig besetzten Feld. Der 25-Jährige wehrte mit starken 90,06 m den Angriff von Johannes Vetter ab, der Offenburger hatte zuvor geführt und wurde mit 88,15 m schließlich Zweiter. Auf Rang drei kam London-Olympiasieger Keshorn Walcott (86,61/Trinidad und Tobago).

Wie entfesselt präsentierte sich Klosterhalfen, die Leverkusenerin zeigte erneut, warum sie als riesiges Talent gilt. Die erst 20-Jährige lief in herausragenden 3:59,30 Minuten über 1500 m auf Platz drei der ewigen deutschen Bestenliste. Klosterhalfen musste sich nach einem couragierten Auftritt nur der neuen Weltjahresbesten Sifan Hassan aus den Niederlanden (3:56,22) und der Kenianerin Winny Chebet (3:59,16) geschlagen geben.

Dabei pulverisierte sie ihre bisherige Bestleistung (4:06,91) regelrecht. Dem Schützling von Trainer Sebastian Weiß fehlen zum deutschen Rekord von Christiane Wartenberg (3:57,71) jetzt nur noch gut anderthalb Sekunden.

Röhler unterstrich in der Ewigen Stadt mit Blick auf die Weltmeisterschaften in London (4. bis 13. August) einmal mehr seine Ausnahmestellung und bewies zudem Nervenstärke - als es darauf ankam, konnte der deutsche Rekordhalter noch einmal zulegen. Erst Anfang Mai hatte er seine Bestleistung auf 93,90 m verbessert, er ist damit die Nummer zwei hinter Weltrekordler Jan Zelezny (98,48/Tschechien) in der ewigen Weltbestenliste.

Ein Brite ist der Schnellste

Der dritte starke deutsche Werfer Andreas Hofmann (79,64/Mannheim) musste mit Rang acht zufrieden sein. Weltmeister Julius Yego (Kenia) verbesserte als Siebter seine Saisonbestleistung auf 82,19 m, Ex-Weltmeister Tero Pitkämäki (83,84/Finnland) wurde Fünfter.

Schnellster Mann im Olympiastadion war über 100 m Chjindu Ujah, der Brite rannte bei leichtem Gegenwind 10,02 Sekunden. Für großen Jubel sorgte auch Aries Merritt - der Hürden-Weltrekordler aus den USA zeigt sich nach seiner Nierentransplantation 2015 wieder in starker Form. Der 31-Jährige gewann nach 13,13 Sekunden. Beim Sieg von Europameisterin Dafne Schippers (10,99/Niederlande) über die 100 m hatte Sprint-Ass Gina Lückenkemper (Dortmund) keine Chance. Die EM-Dritte über 200 wurde nach 11,39 Sekunden Siebte.

Stabhochspringerin Lisa Ryzih (Ludwigshafen) hinterließ einen starken Eindruck. Die EM-Zweite verbesserte in knallgelben Strümpfen ihre eigene deutsche Jahresbestleistung um zehn Zentimeter auf 4,65 m und wurde in einem guten Feld Vierte. Den Sieg holte sich Olympiasiegerin Katerina Stefanidi aus Griechenland mit 4,85 m.

Unter ihren Möglichkeiten blieb im Dreisprung hingegen Hallen-Europameisterin Kristin Gierisch, die Chemnitzerin musste sich mit 13,82 m und Platz acht zufrieden geben. Auch Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch präsentierte sich in Italien nicht in Top-Form. Die Stuttgarterin schaffte lediglich 1,88 m - ebenfalls Platz acht. Es gewann die Russin Marija Lassizkene, frühere Kutschina, der vom Weltverband IAAF das Startrecht als neutrale Athletin gewährt wird. Die Weltmeisterin übersprang 2,00 m.

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