Leichtathletik

Doping: Kenias Top-Athleten unter Aufsicht

SID
Jackson Tuwei ist Präsident von Kenias Leichtathletikverband

Kenia hat auf die Doping-Anschuldigungen gegen seine Leichtathleten reagiert und stellt seine Top-Stars ab dem 17. Januar unter die Aufsicht ausgewählter Ärzte. In Zusammenarbeit mit dem Weltverband IAAF seien fünf vertrauenswürdige Mediziner ausgesucht worden, die zunächst 109 Athleten betreuen werden.

Das Programm soll den ramponierten Ruf der Läufernation nach zahlreichen Dopingskandalen wiederherstellen.

"Als Top-Leichtathletik-Nation können wir nicht weiter von der Welt in Zweifel gezogen werden", sagte Verbands-Chef Jackson Tuwei. Für Stars wie 800-m-Olympiasieger David Rudisha oder Speerwurf-Weltmeister Julius Yego werde eine Teilnahme an dem Programm, das von der neu gegründeten nationalen Anti-Doping-Agentur Kenias überwacht werden soll, zur Voraussetzung für die Teilnahme an Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen.

Seit langem steht Kenia wegen zahlreicher Dopingverfehlungen in der Kritik. Dutzende Sportler, darunter auch die dreimalige Siegerin des Boston-Marathons, Rito Jeptoo, wurden wegen Dopings gesperrt. Erst nachdem die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) das ostafrikanische Land als "non compliant" (nicht regelkonform) erklärt hatte, verabschiedete das kenianische Parlament kurz vor den Olympischen Spielen in Rio ein verändertes Anti-Doping-Gesetz.

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