Leichtathletik

Olympia-Aus: Rehm will zur WM 2017

SID
Markus Rehm wurde 2014 deutscher Meister im Weitsprung
© getty

Prothesenspringer Markus Rehm hat sich nach seinem geplatzten Traum von der Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die WM 2017 in London zum Ziel gesetzt. "Zeitlich und politisch komplizierte Abläufe machen einen Start leider nicht mehr möglich", schrieb er auf seiner Facebook-Seite.

Der Behindertensportler mit Unterschenkelprothesen an beiden Beinen schrieb weiter: "Aber wir sind einen wichtigen Schritt weiter, und es gibt zukünftig eine enge Zusammenarbeit mit der IAAF."

Mit Blick auf einen Start bei den Titelkämpfen in London ist Rehm nun Mitglied einer Arbeitsgruppe des Weltverbandes, die sich mit der Verwendung von Prothesen in IAAF-Wettbewerben befasst und mögliche Regeländerungen zur Inklusion erörtern soll. Rehm hofft "auf eine ehrliche und respektvolle Zusammenarbeit".

Am Freitag hatte der Weltverband nach einem Treffen von Rehm und Generalsekretär Jean Garcia mitgeteilt, dass Rehm nach monatelangem Kampf keine Nominierung mehr für Olympia (5. bis 21. August) anstrebe.

IAAF von Forschungsresultaten nicht überzeugt

"'Brücken bauen, nicht einreißen', das ist mein heutiges Fazit einer kurzen, aber konstruktiven Reise nach Monaco", erklärte der Paralympics-Sieger nach dem Treffen und richtete den Blick nach vorne: "Nichtsdestotrotz, nach Rio geht es definitiv, und bei den Paralympics wird dann gerockt!!!"

Der 27-Jährige sah sich durch Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie eigentlich in seinem Anspruch auf einen Olympiastart bestätigt.

Die IAAF war von den Resultaten der Forscher allerdings nicht überzeugt. Rehm hat eine Bestweite von 8,40 m und wäre damit auch im Kampf um die Medaillen in Rio nicht chancenlos.

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