Samstag, 28.05.2016

Rückschlag im Kampf um sein Olympia-Ticket

Zehnkampf: Dämpfer für Freimuth

Zehnkämpfer Rico Freimuth hat im Kampf um sein Olympia-Ticket einen Rückschlag kassiert. Dem WM-Dritten unterliefen beim Meeting in der Mehrkampf-Hochburg Götzis drei Fehlversuche im Weitsprung, auch Jan Felix Knobel legte bei wechselnden Windverhältnissen drei ungültige Anläufe hin. Arthur Abele verabschiedete sich nach drei ungültigen Versuchen im Kugelstoßen.

Rico Freimuth hat in Ratingen noch eine Chance das Olympia-Ticket zu lösen
© getty
Rico Freimuth hat in Ratingen noch eine Chance das Olympia-Ticket zu lösen

Auf dem besten Weg zum Olympia-Ticket ist dafür Götzis-Vorjahressieger Kai Kazmirek (Rhein-Wied), der als einziger Deutscher noch aussichtsreich im Rennen liegt. Der WM-Sechste ist mit 4417 Punkten Zweiter, lief dabei über 100 m in 10,62 Sekunden persönliche Bestleistung. Führender nach dem ersten Tag ist hauchdünn vor Kazmirek Kanadas Vize-Weltmeister Damien Warner (4424).

Warner sorgte für das Highlight des ersten Tages, indem er mit 10,15 Sekunden die schnellsten jemals in einem Zehnkampf gelaufenen 100 m hinlegte. Den bisherigen "Weltrekord" hielt US-Superstar Ashton Eaton mit 10,21 Sekunden.

Schäfer erwischt besten Tag

Im Rennen um die Olympiatickets bei den deutschen Siebenkämpferinnen erwischte die EM-Vierte Carolin Schäfer (Friedrichstein) den mit Abstand besten ersten Tag unter den Rio-Anwärterinnen. Die 24-Jährige liegt mit 3922 Punkten auf Platz drei und überzeugte mit persönlichen Bestleistungen im Kugelstoßen (14,33) und über 200 m (23,37). Vor Schäfer liegen die kanadische Vize-Weltmeisterin Brianne Theisen Eaton (3972) und die Britin Katarina Johnson-Thompson (3932).

Die weiteren Deutschen haben bereits einen stattlichen Rückstand. Berlin-Vizeweltmeisterin Jennifer Oeser (Leverkusen) liegt mit 3688 Punkten auf Platz zwölf, Hürden-Vizeweltmeisterin Cindy Roleder (Leipzig/3668) ist 14., die WM-Fünfte Claudia Rath (Frankfurt) folgt auf Rang 17 (3639), hat aber einen ganz starken zweiten Tag. Nur 22. ist die Olympiazweite Lilli Schwarzkopf (Hannover/3539).

Ratingen bietet neue Chance

Beim Meeting in Ratingen (25./26. Juni) bietet sich für die deutschen Mehrkämpfer noch eine weitere Chance, das Olympia-Ticket zu buchen. Der zuletzt an der Wade verletzte Freimuth braucht aufgrund seiner Platzierung bei der WM allerdings nur noch eine Leistung von 8200 Punkten, um sich unabhängig von den Konkurrenten für Rio zu qualifizieren.

Die beiden Olympia-Kandidaten Mathias Brugger (Ulm), Dritter der Hallen-WM, und der ehemalige Europameister Pascal Behrenbruch (Frankfurt) fehlten von vornherein in Götzis und müssen ebenfalls auf Ratingen hoffen. Brugger kann wegen einer Oberschenkelzerrung noch nicht starten, Behrenbruch wurde nicht eingeladen. Ohnehin nicht am Start ist der schwer am Knie verletzte ehemalige WM-Zweite Michael Schrader (Dreieich).


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