Sonntag, 24.04.2016

Kipchoge verpasst Weltrekord knapp

Gabius gibt beim London-Marathon auf

Der deutsche Rekordhalter Arne Gabius hat beim schnellsten London-Marathon der Geschichte Lehrgeld bezahlt und die Olympia-Generalprobe vorzeitig aufgegeben.

Arne Gabius stieg beim London-Marathon kurz nach der Hälfte der Strecke aus
© getty
Arne Gabius stieg beim London-Marathon kurz nach der Hälfte der Strecke aus

Beim Sieg des kenianischen Titelverteidigers Eliud Kipchoge in grandioser Streckenrekordzeit von 2:03:05 Stunden stieg der 35 Jahre alte Hamburger kurz nach der Halbmarathon-Marke aus, lag da schon weit hinter seiner Rekordzeit vom Frankfurt-Marathon des Vorjahres (2:08:33) zurück.

Der 31 Jahre alte Kipchoge lief nur acht Sekunden am Weltrekord seines Landsmannes Dennis Kimetto (2:02:57) vorbei. Nur Kimetto und Geoffrey Mutai absolvierten bislang einen Marathon schneller, Mutais beim Boston-Marathon 2011 erzielten 2:03:02 Stunden gingen allerdings wegen der Beschaffenheit des Kurses nicht in die offiziellen Bestenlisten ein.

Hinter Kipchoge, der den Streckenrekord von Wilson Kipsang (2:04:29) pulverisierte und seine vierten großen Sieg in Serie nach Chicago 2014 sowie London und Berlin feierte, setzte sich vor seinem Landsmann Stanley Biwott (2:03:51) durch. Äthiopiens 5000- und 10.000-m-Weltrekordler Kenenisa Bekele beendete erstmals seit Oktober 2014 einen Marathon und wurde in 2:06:31 Stunden Dritter. Weltrekordler Kimetto wurde nur Neunter (2:11:44).

Sumgong siegt bei den Frauen

Bei den Frauen gewann die Kenianerin Jemima Sumgong in 2:22:58 Stunden und holte sich ihren ersten großen Marathon-Sieg. Zweite wurde Äthiopiens Vorjahressiegerin Tigist Tufa (2:23:03) vor Chicago-Gewinnerin Florence Kiplagat (Kenia/2:23:39).

Als letzte Nicht-Afrikanerin hatte die deutsche Rekordhalterin Irina Mikitenko 2008 und 2009 in London gesiegt, den Weltrekord hatte die Britin Paula Radcliffe 2003 mit 2:15:25 Stunden in der britischen Metropole aufgestellt.

Gabius ging das mörderische Anfangstempo an der Spitze nicht mit, lag nach zehn Kilometern zwei Minuten zurück, verlor dann aber doch relativ schnell viel Zeit und hatte bei der Halbmarathon-Marke schon über fünf Minuten Rückstand auf die immer noch auf Weltrekordkurs liegenden Afrikaner.

Eine Spitzenzeit war da schon außer Reichweite, Gabius lag da nur auf einem 2:13-Stunden-Kurs - und selbst diese Marke wäre letztlich kaum zu erreichen gewesen.


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