Dienstag, 23.02.2016

Reformen reichen noch nicht aus

WADA erhöht Druck auf Kenia

Nach dem Leichtathletik-Weltverband IAAF erhöht nun auch die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA den Druck auf Kenia. Die WADA teilte mit, dass der Status der kenianischen Anti-Doping-Agentur ADAK trotz der Einleitung einiger Reformen "nach wie vor nicht mit dem Anti-Doping-Code" übereinstimme.

Die WADA setzt sich gegen Doping ein
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Die WADA setzt sich gegen Doping ein

Die zuständige WADA-Kommission wird am 5. April erneut eine Beurteilung vornehmen und dann dem Vorstand eine Empfehlung geben, wie mit der durch zahlreiche Skandale schwer belasteten ostafrikanischen Läufer-Nation zu verfahren ist.

Sollte die Kommission die Kenianer weiter als "non-compliant" (nicht mit dem Code übereinstimmend) einstufen und diese Einschätzung vom WADA-Vorstand bei dessen Sitzung am 12. Mai bestätigt werden, könnte im äußersten Fall ein Ausschluss Kenias von den Olympischen Spielen in Rio stehen.

Einen solchen kann die WADA allerdings nicht beschließen, sondern lediglich eine weitere Empfehlung an das Internationale Olympische Komitee (IOC) geben. Dass das IOC dann automatisch einen Ausschluss beschließt, gilt als unwahrscheinlich.

"Potenzielle Untergrabung"

Die IAAF hatte am Montag Kenias Leichtathletik-Chef Isaac Mwangi vorläufig für sechs Monate gesperrt. Das gab die Ethik-Kommission der IAAF bekannt und begründete ihre Entscheidung mit Mwangis Verstrickung in Ungereimtheiten beim Anti-Doping-Kampf. Es gehe um die "potenzielle Untergrabung" der Bemühungen gegen Betrug.

Die bei der vergangenen WM in Peking des Dopings überführten Läuferinnen Joyce Zakary und Francisca Koki Manunga hatten erklärt, vom Mwangi zur Zahlung von umgerechnet 21.000 Euro aufgefordert worden zu sein. Im Gegenzug sollten ihre Vier-Jahres-Sperren reduziert werden.


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