Donnerstag, 21.01.2016

Vor Olympiateilnahme russischer Athleten

Ennis-Hill will "drastische Maßnahmen"

Siebenkampf-Olympiasiegerin Jessica Ennis-Hill hat nach dem Bekanntwerden des Doping- und Korruptionsskandals "drastische Maßnahmen" in Russland gefordert.

Jessica Ennis-Hill fordert "drastische Maßnahmen" gegenüber den russischen Athleten
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Jessica Ennis-Hill fordert "drastische Maßnahmen" gegenüber den russischen Athleten

"Ich hoffe, dass bevor russische Athleten bei Olympia an den Start gehen dürfen, drastische Maßnahmen getroffen worden sind. Damit wir sicher sind, dass so etwas nie mehr passieren wird", sagte die Britin im Interview mit der BBC. Wegen massiver Dopingverfehlungen wurde der russische Leichtathletik-Verband ARAF inzwischen aus dem Weltverband IAAF ausgeschlossen. Damit droht den russischen Athleten das Olympia-Aus.

"Nach allem was ich mitbekommen habe, denke ich, dass noch eine Menge herauskommen wird", sagte die 27-Jährige weiter: "Als Athlet ist es wirklich schrecklich mitanzusehen, was in der IAAF und in Russland passiert ist. Es ist enttäuschend." Selbst bei einem Olympiastart russischer Athleten würde für sie weiter Misstrauen vorhanden sein: "Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich russische Athleten angucken würde und denke, es ist alles zu 100 Prozent in Ordnung."

Ennis-Hill war in der Vergangenheit selbst Leidtragende. 2011 bei der WM in Daegu/Südkorea gewann sie hinter Tatjana Tschernowa Silber. Die Russin wurde Anfang 2015 rückwirkend gesperrt. Tschernowa war bei der WM 2009 in Berlin positiv auf das verbotene Anabolikum Turinabol getestet, ihre erbrachten Leistungen wurden vom 15. August 2009 bis zum 14. August 2011 wieder von den Ergebnislisten gestrichen. Die WM 2011 fand vom 27. August bis 4. September statt.


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