Freitag, 22.01.2016

Sohn des langjährigen IAAF-Präsidenten bleibt im Senegal

Papa Diack entgeht Auslieferung

Papa Massata Diack, dem im Korruptionsskandal um den Weltverband IAAF Beihilfe zur Bestechlichkeit, Bestechung und Geldwäsche vorgeworfen wird, wird von seinem Heimatland Senegal nicht an Frankreich ausgeliefert.

Lamine Diack muss sich derzeit in Frankreich juristisch verantworten
© getty
Lamine Diack muss sich derzeit in Frankreich juristisch verantworten

Die französische Justiz hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Sohn des langjährigen IAAF-Präsidenten Lamine Diack eingeleitet. Papa Massata Diack soll wie sein Vater und weitere Beschuldigte ein Korruptionssystem installiert haben, um positive Proben unter anderem russischer Leichtathleten zu vertuschen. Er streitet die Vorwürfe ab, wird aber von Interpol mit einem internationalen Haftbefehl gesucht.

Senegals Premierminister Mohammed Dionne erklärte, man respektiere die Vereinbarungen mit Frankreich, werde aber Bürger des Senegal nicht ausliefern. Derzeit ist nicht klar, wo sich Papa Massata Diack aufhält. Er wird in der Heimat vermutet, wo er im vergangenen Monat ein Fernsehinterview gab. Dort hatte er erklärt, er werde sich den Fragen der Ermittler stellen, wenn diese in den Senegal kommen würden.

Sein Vater Lamine Diack hält sich dagegen in Frankreich auf, wo er sich juristisch verantworten muss. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, gegen Zahlungen von mehr als einer Million Dollar Dopingfälle vertuscht zu haben. Wie Diack wurde auch der ehemalige IAAF-Schatzmeister Walentin Balachnitschew für immer aus dem Verkehr gezogen. Auch Russlands Ex-Cheftrainer Alexej Melnikow wurde lebenslang verbannt. Gabriel Dollé, ehemaliger Direktor des Anti-Doping-Programms der IAAF, erhielt eine Sperre von fünf Jahren.


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