Montag, 11.01.2016

Keine Unterschlagung von positiven Tests

IAAF: Vier verdächtige Verzögerungen

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hat betont, dass im Zuge des Doping- und Korruptionsskandals kein positiver Test vertuscht worden sei.

Die IAAF steht im Kreuzfeuer der Kritik
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Die IAAF steht im Kreuzfeuer der Kritik

"Alle Fälle, die verfolgt werden mussten, wurden verfolgt. Und in allen Fällen, in denen eine Strafe ausgesprochen werden musste, wurden in Einklang mit den Regeln der IAAF und des Welt-Anti-Doping-Codes Strafen ausgesprochen", hieß es in einer 35-seitigen Stellungnahme des Verbandes an die unabhängige Untersuchungskommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), die dem SID vorliegt.

Allerdings sei sich die IAAF bewusst, dass es im Zeitraum von Juni 2012 bis Dezember 2012 in vier Fällen bisher "nicht erklärte und verdächtige Verzögerungen" bei der Sanktionierung gegeben habe. In diesen vier Fällen seien inzwischen aber Sperren ausgesprochen worden.

Darüber hinaus seien dem Verband aber keine weiteren Unregelmäßigkeiten in der Arbeit der Anti-Doping-Abteilung bekannt.

"Vorwürfe sind abscheulich"

"Die Korruptionsvorwürfe gegen Personen, die früher mit der IAAF in Verbindung standen, sind abscheulich. Die IAAF kann und wird nicht versuchen, diese in irgendeiner Form herunterzuspielen", hieß es in der Stellungnahme weiter.

Der Verband werde "alles in seiner Macht stehende tun, um die Übeltäter zu bestrafen und die eigenen Systeme zu reformieren, um sicherzustellen, dass niemand mehr gegen die Anti-Doping-Verfahren verstoßen kann."

Gegen den ehemaligen IAAF-Präsidenten Lamine Diack und weitere Beschuldigte läuft in Frankreich ein Ermittlungsverfahren wegen Korruption und Geldwäsche. Die Beschuldigten sollen versucht haben, Sperren überführter Athleten zu verhindern.


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