Drohte Farah vor Olympia eine Sperre?

SID
Donnerstag, 18.06.2015 | 09:40 Uhr
Mo Farah ist einer der Stars der Leichtathletik-Szene
© getty
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Doppel-Olympiasieger Mo Farah stand offenbar vor seinen beiden Goldläufen in London 2012 kurz vor einer Dopingsperre. Laut eines Berichts der Tageszeitung Daily Mail soll der britische Leichtathletik-Star in der langfristigen Vorbereitung auf die Sommerspiele zwei Dopingtests versäumt haben.

Bei einem weiteren sogenannten "missed test" wäre Farah vom britischen Verband aller Voraussicht wohl für vier Jahre gesperrt worden. Dieses Schicksal hatte die britische 400-m-Läuferin Christine Ohuruogu 2006 nach drei versäumten Dopingtests ereilt.

Farahs erster verpasster Dopingtest soll sich Anfang 2010 ereignet haben, wenige Monate bevor er die Zusammenarbeit mit seinem derzeit unter Dopingverdacht stehenden US-Trainer Alberto Salazar begonnen und den britischen 5000-m-Europarekord auf unter 13 Minuten gedrückt hatte. Der zweite "missed test" ereignete sich dann aber während der Salazar-Zeit.

Farah hatte dazu damals erklärt, er habe die Türklingel nicht gehört. Er sei daraufhin von seinem Coach gewarnt worden, nicht noch einen weiteren Test zu verpassen. "Wenn du noch einen versäumst, werden sie dich hängen", habe Salazar seinem Schützling gesagt.

Salazar wird Doping vorgeworfen

Mo Farah kommt die jüngste Schlagzeile denkbar ungelegen. Derzeit muss sich Alberto Salazar gegen Dopingvorwürfe wehren. Die Anschuldigungen drehen sich vor allem um Farahs Trainingskollegen Galen Rupp (USA), hinter Farah 2012 Olympiazweiter über 10.000 m.

Steve Magness, der 2011 als Assistent Salazars arbeitete, unterstellte dem Trainer-Guru in einem BBC-Bericht, 2002 den damals 16-jährigen Rupp mit Testosteron versorgt zu haben.

Farah, der bei den Heimspielen vor drei Jahren das Langstrecken-Double über 5000 und 10.000 m geschafft hatte, ist dagegen selbst bislang noch nicht ins Fadenkreuz der Fahnder gerückt. Der 32-Jährige hatte erklärt, dass er "verärgert" sei, dass sein Name durch den Schmutz gezogen werde und es keine Beweise gebe, die Salazar mit Doping in Verbindung bringen würden.

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