Mittwoch, 21.01.2015

Nach Dopingskandalen in Russland

Verbandschef bietet Rücktritt an

Angesichts neuerlicher Doping-Enthüllungen hat Russlands Leichtathletik-Präsident Walentin Balachnitschew seinen Rücktritt angeboten. "Angesichts der Erfordernisse des russischen Leichtathletik-Verbandes kann mein Rücktritt notwendig sein", sagte der 65-Jährige der Nachrichtenagentur "R-Sport".

Der russische Verbandschef hat nach den neuerlichen Doping-Skandalen seinen Rücktritt angeboten
© getty
Der russische Verbandschef hat nach den neuerlichen Doping-Skandalen seinen Rücktritt angeboten

Der Agentur "ITAR-TASS" teilte Balachnitschew mit: "Ich möchte zwar meine Verpflichtungen bis zum Ende der Skandale und Untersuchungen erfüllen, aber wenn höhere Instanzen entscheiden, dass mein Ausscheiden erforderlich ist, werde ich auf jeden Fall zurücktreten." Mitte Dezember hatte Balachnitschew, der den Verband seit 1991 führt, bereits sein Amt als Schatzmeister des Weltverbandes IAAF zumindest vorübergehend niedergelegt.

Balachnitschew war in der ARD-Reportage "Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht" über systematische Manipulation in der russischen Leichtathletik schwer belastet worden. Dem Funktionär war unter anderem vorgeworfen worden, in einen Schmiergeld-Skandal um die derzeit gesperrte russische Marathon-Läuferin Lilia Schobuchowa verwickelt zu sein. Balachnitschew hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und dementierte auch Berichte über ein weitreichendes Dopingsystem.

Am Dienstag waren fünf russische Top-Geher, darunter die Olympiasieger Waleri Bortschin, Sergej Kirdjapkin und Olga Kaniskina wegen Dopings zu Sperren zwischen 38 Monaten und lebenslänglich verurteilt worden.


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