Freitag, 12.12.2014

Doping-Skandal in der IAAF weitet sich aus

Medien: Anti-Doping-Beauftragter geht

Die russische Doping-Affäre hat Medienberichten zufolge das nächste personelle Opfer im Leichtathletik-Weltverband IAAF gefordert. Wie der britische Guardian und die französische "L'Équipe" berichten, soll nun auch der Anti-Doping-Beauftragte Gabriel Dolle nach einer Befragung durch die Ethikkommission seinen Posten geräumt haben.

Gabriel Dolle ist der nächste, der im Zuge des russischen Doping-Skandals seinen Posten räumt
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Gabriel Dolle ist der nächste, der im Zuge des russischen Doping-Skandals seinen Posten räumt

Einen Tag vor dem Franzosen hatte bereits Russlands Leichtathletik-Präsident Walentin Balachnitschew sein Amt als IAAF-Schatzmeister zumindest vorübergehend niedergelegt. Auch Berater Papa Massata Diack, der Sohn von IAAF-Chef Lamine Diack, lässt bis zum Abschluss der Untersuchungen seine Tätigkeiten für den Weltverband ruhen.

Balachnitschew war in der "ARD"-Reportage "Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht" unter anderem vorgeworfen worden, in einen Schmiergeld-Skandal um die derzeit gesperrte russische Marathon-Läuferin Lilia Schobuchowa verwickelt zu sein. Diese hatte vor laufender Kamera erklärt, dass sie sich durch eine Zahlung von 450.000 Euro ihren Start bei Olympia 2012 in London erkauft hatte.

Dolle anscheinend in Skandal um Schobuchowa verwickelt

In diesem Zusammenhang tauchte offenbar in einem Dokument, das dem "Guardian" vorliegt, auch der Name Dolle mehrfach auf. Der Franzose koordinierte unter anderem die Zusammenarbeit der IAAF mit der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA sowie den nationalen Anti-Doping-Agenturen.

Zudem hatte die Dokumentation Hinweise auf ein staatlich organisiertes Doping- und Korruptionssystem enthüllt, vor allem der russische Leichtathletik-Verband war davon betroffen. Papa Massata Diack waren zweifelhafte Finanzgeschäfte vorgeworfen worden.

Mittlerweile hat sowohl die Ethikkommission der IAAF als auch die WADA Ermittlungen eingeleitet. Auch der russische Sportminister Witali Mutko kündigte eine Untersuchung an.


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