Wozniackis Albtraum vom Abgang im Rollstuhl

Marathon-Spektakel in New York

SID
Donnerstag, 30.10.2014 | 13:19 Uhr
Beim New-York-Marathon konkurrieren Läufer aus der ganzen Welt
© getty
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Der Gedanke ans Marathon-Debüt kostet Caroline Wozniacki den Schlaf: Der Tennisstar spielt in New York die wichtigste Nebenrolle beim Kräftemessen von Kenias Topstars.

Für die einst weltbeste Tennisspielerin Caroline Wozniacki könnte der Auftritt im Marathon-Himmel zum Gang durch die Hölle werden, für die Topstars geht es beim Rennen durch die "Five Boroughs" um viel Prestige und noch mehr Geld.

In New York werden am Sonntag erneut 50.000 Läufer das Flair des vielleicht härtesten, womöglich schönsten, definitiv aber größten Marathons der Welt erleben.

Die Aussicht auf 42,195 km durch den Big Apple verlangt auch einer ehemaligen Weltranglistenersten Respekt ab. "Ich bin nervös. In der Nacht vor dem Rennen werde ich wohl kaum schlafen", sagte Wozniacki: "Zuletzt hatte ich sogar einen Albtraum - ich musste aufgeben und im Rollstuhl weggeschoben werden."

Weitere Prominente am Start

Damit es nicht soweit kommt, hat die 24-Jährige mächtig Meilen gefressen: "Ich bin in der Form meines Lebens." Zudem kann die Dänin, bis vergangenen Samstag noch beim WTA-Finale in Singapur zum Einsatz, auf Zuspruch aus der Tennisszene bauen.

"Ich habe Dich oft auf dem Laufband gesehen, das wird jetzt nichts anderes - und Du kannst Dir die Shops anschauen", twitterte Ex-Kontrahentin Kim Clijsters. Olympiasieger Andy Murray wünschte "viel Glück" und fragte nach Möglichkeiten zum Spenden - Wozniacki läuft für gute Zwecke. Tennis-Legende Chris Evert ließ wissen: "Wir werden alle zuschauen."

Wozniacki ist nicht der einzige Promi, der sich unter die 50.000 mischt: Eine Basketballer-Staffel der NBA mit Legenden wie Dikembe Mutombo oder Chris Mullin ist ebenso dabei wie Schauspielerin Teri Hatcher und Kombinations-Olympiasieger Bill Demong. Alle haben persönliche Ziele - mit dem Ausgang des Rennens aber nichts zu tun.

Hohes Preisgeld

An der Spitze der Riesenschar werden wieder die Afrikaner für ein Höllentempo sorgen. Der Ende September vom Kenianer Denis Kimetto in Berlin erzielte Weltrekord (2:02:57) wird auf dem schwierigen Kurs unangetastet bleiben. Weniger spannend wird dadurch aber nicht.

Den großen Zahltag könnte es für Wilson Kipsang geben. Kenias Ex-Weltrekordler kann sich nicht nur 100.000 Dollar (78.500 Euro) Siegprämie, sondern als Gewinner der World-Marathon-Majors-Serie (WMM) 2013/14 weitere 500.000 Dollar (392.500 Euro) sichern. Sollte Kipsang nicht siegen, geht die Gesamtwertung an Kimetto, der nicht am Start ist.

Kipsangs härtester Gegner ist Landsmann Geoffrey Mutai, der den Sieg-Hattrick nach 2011 und 2013 anpeilt - 2012 fiel das Rennen wegen Hurrikan Sandy aus. "New York ist ein ganz spezieller Ort für mich", sagte der Streckenrekordler (2:05:06).

Keitany feiert Comeback

Bei den Frauen strebt die zweimalige Marathon-Weltmeisterin Edna Kiplagat, Siegerin von 2010, ihren zweiten großen Marathon-Erfolg in diesem Jahr nach London an. Landsfrau Mary Keitany, zweimalige London-Siegerin, bestreitet ihren ersten Marathon nach der Geburt ihres zweites Kindes.

Kiplagat und Keitany werden das Ziel im Central Park rund zwei Stunden vor Wozniacki erreichen. Die weiß schon jetzt: "Es ist nichts, was ich jedes Jahr machen möchte."

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