Leichtathletik

Schwanitz Zweite in Monaco

SID
Christina Schwanitz belegte beim Meeting in Monaco den zweiten Platz
© getty

Kugelstoß-Vizeweltmeisterin Christina Schwanitz hat beim Diamond-League-Meeting in Monaco Platz zwei belegt. Die 28-Jährige von der LV Erzgebirge musste sich mit 19,54 m einmal mehr nur der übermächtigen Neuseeländerin Valerie Adams geschlagen geben, die mit 20,38 m acht Zentimeter unter ihrer Jahresweltbestleistung (20,46) blieb.

Die viermalige Weltmeisterin feierte damit ihren 53. Sieg in Serie und sicherte sich die Disziplinwertung in der Diamond League.

Stabhochspringerin Lisa Ryzih (Ludwigshafen) wurde mit guten 4,65 m beim Sieg von Brasiliens Ex-Weltmeisterin Fabiana Murer (4,76) Vierte. Speerwerferin Linda Stahl (Leverkusen/60,32) kam auf Platz fünf, Olympiasiegerin Barbora Spotakova (Tschechien) zeigte nach ihrer Babypause weiter ansteigende Form und setzte sich mit 66,96 m durch.

Für die besten Leistungen aus internationaler Sicht sorgten bei Temperaturen um 30 Grad im Stade Louis II allerdings Sprinter und Mittelstreckler. Der mehrfach überführte Dopingsünder Justin Gatlin (USA) spurtete über 200 m bei Gegenwind (1,1 m/s) 19,68 Sekunden und damit so schnell wie noch nie. Der 32-Jährige, der erstmals unter 20 Sekunden blieb, ist nun achtschnellster Sprinter der Geschichte. Landsmann Tyson Gay wurde in seinem ersten 200-m-Rennen nach abgelaufener Dopingsperre Vierte (20,22).

Kiplagat mit Fabelzeit

Der frühere Vizeweltmeister Silas Kiplagat (Kenia) lief über 1500 m in 3:27,64 Minuten zu einer famosen Jahresweltbestzeit. Nur drei Läufer waren jemals schneller als der 24-Jährige. Über 800 m setzte sich der Olympia-Zweite Nijel Amos aus Botswana in 1:42,45 Minuten ebenfalls an die Spitze der Weltrangliste. Weltrekordler David Rudisha (Kenia), bislang mit 1:43,34 Schnellster in diesem Jahr, wurde in einem hochklassigen Rennen mit fünf Läufern unter 1:43 Minuten nur Fünfter (1:42,98).

Im 100-m-Sprint der Frauen setzte sich die US-Amerikanerin Tori Bowie mit höchst beachtlichen 10,80 Sekunden an die Spitze der Weltrangliste. Dies gelang auch Äthiopiens Hallen-Weltrekordlerin Genzebe Dibaba über 5000 m in 14:28,88 Minuten und der Amerikanerin Ajee Wilson über 800 m in 1:57,67.

Ukrainer siegt im Hochsprung

Über 110 m Hürden steigerte sich der Franzose Pascal Martinot-Lagarde auf 12,95 Sekunden und ist nun der zweitschnellste Europäer überhaupt hinter dem britischen Ex-Weltrekordler Collin Jackson (12,91/1993). Im Hochsprung siegte der ukrainische Weltmeister Bogdan Bondarenko mit 2,40 m, scheiterte aber dreimal knapp an einer neue Europarekord-Höhe von 2,43.

Ein weiteres Top-Ergebnis erzielte die kubanische Dreisprung-Weltmeisterin Caterine Ibarguen, die sich mit im letzten Versuch erzielten 15,31 m auf Platz fünf der ewigen Bestenliste vorschob. Ibarguen verbesserte ihre persönliche Bestmarke um 32 cm und übertraf die eine Stunde zuvor von der Russin Jekaterina Konewa aufgestellte Jahresweltbestmarke und 42 cm. Den Weltrekord hält seit 1995 die Ukrainerin Inessa Kravez mit 15,50 m.

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