Donnerstag, 20.03.2014

Doping-Verdacht gegen frühere Hindernis-Weltmeisterin

Dominguez freigesprochen

Der spanische Leichtathletik-Verband RFEA hat die frühere 3000-m-Hindernis-Weltmeisterin Marta Domínguez vom Verdacht des Dopings freigesprochen. Im biologischen Pass der 38-Jährigen, die 2009 in Berlin WM-Gold geholt hatte, waren Anomalien festgestellt worden, der Weltverband IAAF hatte den Landesverband zu einer Untersuchung aufgefordert.

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Marta Dominguez ist von den Dopingvorwürfen freigesprochen worden
© getty
Marta Dominguez ist von den Dopingvorwürfen freigesprochen worden

Wie die Tageszeitung El País berichtet, kam die RFEA nach Abschluss der Untersuchung und Anhörung verschiedener Experten zu dem Schluss, dass keine ausreichenden Anhaltspunkte für ein Blutdoping-Vergehen vorliegen.

Die IAAF hat nun 45 Tage Zeit, beim internationale Sportgerichtshof CAS Einspruch gegen diese Entscheidung einzulegen. Sollte Domínguez, die zuletzt bei Olympia 2012 (Platz zwölf) sportlich in Erscheinung trat, schuldig gesprochen werden, könnte sie den WM-Titel von 2009 und EM-Silber von 2010 verlieren.

Verwicklung in die "Operacion Galgo"

Laut El País waren die Unregelmäßigkeiten zwischen 2009 und 2010 aufgetreten. Bereits im Dezember 2010 war Domínguez zusammen mit 13 anderen Personen wegen des Verdachts ihrer Verwicklung in die "Operacion Galgo" um den Arzt Eufemiano Fuentes festgenommen, dann aber wegen ihrer damaligen Schwangerschaft wieder freigelassen worden. Fuentes war in Zusammenhang mit der "Operacion Puerto" zu einem vierjährigen Berufsverbot verurteilt worden.

2012 Jahr hatte ein Gericht in Madrid Domínguez vom Verdacht des Medikamentenhandels freigesprochen. Domínguez hatte die Einnahme von Dopingmitteln und den Handel mit verbotenen Substanzen stets bestritten.


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