Lavillenie hält 6,20 m für möglich

SID
Sonntag, 09.03.2014 | 14:30 Uhr
Renaud Lavillenie hat bereits den nächsten Rekord im Visier
© getty
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Frankreichs Stabhochsprung-Weltrekordler Renaud Lavillenie hält Höhen von jenseits der 6,20 m generell für machbar. "Nach meinem Weltrekordsprung über 6,16 in Donezk habe ich ja direkt 6,21 probiert, um zu sehen, wie es sich anfühlt. Und ich muss sagen, mein Körper ist in der Lage, so hoch zu springen", sagte der noch verletzte Lavillenie am Rande der Hallen-WM in Sopot, die er als Gast besuchte.

Am Wochenende ratifizierte der Weltverband IAAF den Rekordsprung des 27-Jährigen offiziell. Lavillenie hat damit nicht nur den Hallen-Weltrekord (6,15) von Sergej Bubka ausgelöscht, auch dessen "regulärer" unter freiem Himmel 1994 in Sestriere erzielte Weltrekord (6,14) existiert nicht mehr.

Seit einer Regeländerung im Jahr 1998 gelten Hallen-Marken als "der" Weltrekord, so sie höher als der im Freien erzielte Wert sind. Im Gegensatz zu Hallen- gibt es keine reinen Freiluft-Weltrekorde.

"Das ist ein bisschen schade, denn so kann ich nicht auf eine derartige Rekordjagd wie Sergej gehen", sagte Lavillenie. Bubka brachte es auf 17 Freiluft- und 18 Hallen-Weltrekorde, erhöhte meist nur um einen Zentimeter, um möglichst viele Rekord-Prämien abzuschöpfen.

"Aber das wäre ohnehin nicht mein Ding", sagte Lavillenie: "Ich würde zum Beispiel nie 6,19 versuchen, weil das zu nahe an 6,20 ist - und die sind mein großes Ziel."

Lavillenie mit Fußverletzung

In Sopot fieberte Lavillenie, der in rund zwei Wochen nach seiner Fußverletzung wieder das Training aufnehmen will, am Samstag mit Malte Mohr, der hinter dem Griechen Konstantino Filippidis Silber holte.

"Malte ist ein guter Freund. Ich hatte gehofft, dass er gewinnt", sagte "AirLavillenie", der im Hinblick auf die Freiluft-EM in Zürich (12. bis 17. August) wieder mit großen Duellen mit den Deutschen rechnet: "Malte, Raphael Holzdeppe und Björn Otto sind großartige Springer - das wird sehr spannend."

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