Leichtathletik

IAAF: Blutanomalien bei 17 Leichtathleten

SID
Nadeschda Ostaptschuk: Gewann 2005 gedopt WM-Gold. 2012 siegte sie bei Olympia - sauber?
© getty

Eine Woche nach den positiven Nachtests von Proben der WM 2005 droht der nächste Skandal: Bei 17 Athleten hat die IAAF Unregelmäßigkeiten im biologischen Blutpass festgestellt.

Das teilte Thomas Capdevielle von der Anti-Doping-Abteilung der IAAF am Mittwoch mit. In zwei Fällen seien zudem anabole Steroide nachgewiesen worden.

Gleichzeitig hat die IAAF bei der US-Anti-Doping-Behörde USADA Tests von kenianischen Athleten, die bei den Olympiatrials in Eugene im vergangenen Sommer gestartet waren, angefordert. Erst im Februar hatte der kenianische Leichtathletik-Verband drei seiner Marathonläufer mit Dopingsperren belegt.

Weißrussland als Serientäter?

Am vergangenen Freitag hatte die IAAF bekannt gegeben, dass bei Nachtests von Proben der WM in Helsinki sechs positive Fälle entdeckt wurden. Darunter befinden sich drei Goldmedaillengewinner: Hammerwerferin Olga Kusenkowa (Russland), Kugelstoßerin Nadeschda Ostaptschuk und Hammerwerfer Iwan Tichon (beide Weißrussland). Dazu kommen die WM-Zweiten Wadim Dewjatowski (Weißrussland/Hammer) und Tatjana Kotowa (Russland/Weit) sowie der Kugel-Sechste Andrej Michnewitsch (Weißrussland). Die IAAF wird nach Abschluss der Untersuchungen über mögliche Sperren entscheiden.

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