Leichtathletik

Silke Spiegelburg gewinnt Diamond League

SID
Silke Spiegelburg gewann mit 4,75 Meter das Stabhochspringen
© Getty

Mit einem sensationellen Weltrekord von 12,80 Sekunden über 110 Meter Hürden hat Olympiasieger Aries Merritt Jamaikas Sprintstars Usain Bolt und Yohan Blake die Show gestohlen und für den Höhepunkt des Finales der Diamond League der Leichtathleten in Brüssel gesorgt.

Der US-Amerikaner Merritt verbesserte am Freitagabend die vier Jahre alte Bestmarke des Kubaners Dayron Robles gleich um sieben Hundertstelsekunden.

Im Fernduell der beiden Supersprinter gelang Yohan Blake in einem extra für ihn organisierten Einladungsrennen über 200 Meter in 19,54 Sekunden die hochwertigere Siegerzeit. Es war der neuntschnellste 200-Meter-Lauf der Leichtathletik-Geschichte.

Usain Bolt, der Blake in London über 100 und 200 Meter besiegt hatte, ging dem direkten Vergleich wie schon zuletzt in Zürich aus dem Weg und gewann das 100-Meter-Rennen in starken 9,86 Sekunden.

Spiegelburg siegreich

Die Olympia-Vierte Silke Spiegelburg gewann das Stabhochspringen mit 4,75 Meter.

Die Leverkusenerin scheiterte zwar dreimal beim Versuch, den von ihr erst im Juli aufgestellten deutschen Rekord um einen Zentimeter auf 4,83 Meter zu verbessern, überflügelte aber in der Gesamtwertung der Diamond League noch die in Brüssel zweitplatzierte Weltmeisterin Fabiana Murer (Brasilien/4,65 Meter) und kassierte deshalb 40.000 Dollar Preisgeld.

Von der kleinen deutschen Mannschaft konnte sich in der belgischen Hauptstadt außerdem Diskuswerfer Martin Wierig als Zweiter auf dem Siegerpodest präsentieren. In Abwesenheit von Olympiasieger Robert Harting wuchtete der Magdeburger Martin Wierig den Diskus auf starke 66,05 Meter und musste sich nur dem in London drittplatzierten Gerd Kanter (66,84 Meter, Estland) geschlagen geben.

Robert Harting, der ursprünglich auch in Brüssel starten wollte, hatte nach dem beim ISTAF in Berlin vor fünf Tagen errungenen 33. Sieg in Serie die Saison beendet. Der Berliner will sein verletztes linkes Knie in den nächsten Wochen einer Strahlentherapie unterziehen.

Große Klasse bei den längeren Rennen

Neben den Sprints waren in Brüssel auch die längeren Rennen Extraklasse. Über 10.000 Meter erzielte Emmanuel Kipkemei Bett (Kenia) in 26:51,16 Minuten eine neue Weltjahres-Bestzeit. Die 800 Meter der Frauen gewann Francine Niyonsaba (Burundi) in 1:56,59 Minuten, und auf den 1.500 Metern der Männer war Silas Kiplagat (Kenia) in 3:31,98 Minuten der Schnellste.

Im Hochsprung der Frauen überquerte die Russin Swetlana Schkolina als Einzige die Zwei-Meter-Marke. Das Speerwerfen gewann Olympiasiegerin Barbora Spotakova (Tschechien) mit 66,91 Meter. Die beiden Leverkusenerinnen Katharina Molitor (59,15 Meter) und Linda Stahl (56,77) kamen über die Ränge sieben und acht nicht hinaus.

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