Leichtathletik

Christina Obergföll kontert Spotakova

SID
Christina Obergföll distanzierte beim Diamond-League-Meeting in London Barbora Spotakova
© Getty

Speewerferin Christina Obergföll hat ein psychologisch wichtiges Duell gegen Olympiasiegerin Barbora Spotakova gewonnen. Beim Diamond League-Meeting in London siegte sie vor der Tschechin.
 

Christina Obergföll hat drei Wochen vor der Leichtathletik-WM ein psychologisch wichtiges Duell gegen Olympiasiegerin Barbora Spotakova gewonnen.

Beim letzten Diamond League-Meeting vor dem Saisonhöhepunkt in Südkorea (27. August bis 4. September) konterte die Offenburgerin zweimal die Führung der Weltrekordlerin und siegte mit dem starken Meeting-Rekord von 66,74 Meter vor der Tschechin, die im fünften Versuch 66,41 Meter erzielt hatte. Exakt fünf Meter zur WM-Norm fehlten Esther Eisenlauer (Saarbrücken) auf Platz acht mit 56,50 Meter.

Spencer läuft Weltjahresbestzeit

Mit der Jahres-Weltbestzeit von 52,79 Sekunden über 400 Meter Hürden hatte zuvor Kalies Spencer das erste Highlight im altehrwürdigen Crystal Palace gesetzt. Die US-Amerikanerin unterbot nach enormem Anfangstempo erstmals die 53-Sekunden-Grenze und setzte sich an die achte Position der ewigen Weltrangliste auf dieser Distanz.

Während Melaine Walker (Jamaika) in 53,90 Zweite wurde, landete die bisherige Weltranglisten-Spitzenreiterin Zuzana Hejnova (Tschechien) in 54,74 nur auf Rang vier.

Im Dreisprung bot die Ukrainerin Olga Saladuchna als Siegerin starke 14,80 m und verfehlte die Jahres-Weltbestmarke dabei um 17 Zentimeter. Über 200 Meter siegte Bianca Knight (USA) in 22,69.

Hartmann verpasst WM-Norm

Jana Hartmann hatte zuvor erneut die WM-Norm verpasst. Über 800 Meter durfte sich die deutsche Meisterin zwar nach 2:01,97 Minuten über den Sieg im nicht zur Diamond League zählenden Rennen freuen. Doch die Dortmunderin verfehlte die bei 2:00,40 stehende Richtzeit für den Saisonhöhepunkt noch klarer als bei ihrer deutschen Jahresbestzeit von 2:00,93.

Etwas Pech hatte Alexander John (Leipzig), der als dritter deutscher Hürdensprinter die A-Norm für die WM schaffen wollte. Im Vorlauf scheiterte er bei 0,9 Meter Gegenwind in 14,02 Sekunden klar an den angestrebten 13,52.

Powell gibt sich selbstsicher

Sprint-Star Asafa Powell hatte seinen Start am Freitagabend kurzfristig abgesagt. Der ehemalige Weltrekordler laboriert an einer Muskelzerrung in der Leiste. "Ich konzentriere mich nur noch auf die Weltmeisterschaft in Daegu. Drei Wochen vor dem Start will ich nichts mehr riskieren", sagte der Jamaikaner.

Powell will in Südkorea seinem Konkurrenten und Landsmann Usain Bolt den Titel über die 100 Meter streitig machen. "Ich werde meine Chancen nicht vergeuden und alles geben", sagte der 28-Jährige. Mit einer Zeit von 9,78 Sekunden, die Powell am 30. Juni in Lausanne gelaufen ist, ist er derzeit Weltjahresbester. Weltmeister und Olympiasieger Usain Bolt schaffte 2011 bislang 9,88 Sekunden.

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