Die Leichtathletik-WM, Tag 6

Medaille Ade! Raul Spank nur Neunter

Von SID/SPOX
Donnerstag, 01.09.2011 | 16:41 Uhr
Raul Spank konnte leider nicht wie erhofft eine Medaille holen
© Getty
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Am sechsten Tag der Leichtathletik-WM im südkoreanischen Daegu hatte der DLV genau eine Medaillenchance: Raul Spank wollte im Hochsprung der Männer wie 2009 eine Medaille holen. Daraus wurde nichts. Ein Amerikaner und ein Russe machten den Sieg unter sich aus. Über 3000-Meter-Hindernis war Ezekiel Kemboi erneut unschlagbar, während es über die 1500-Meter der Frauen und im 400-Meter-Hürdenlauf der Männer Überraschungen gab.

Diskus-Weltmeister Robert Harting staunte nicht schlecht und klatschte sich auf der Tribüne die riesigen Hände wund. Dort, wo er am Dienstag mit Stab-Überfliegerin Martina Strutz und Siebenkampf-Ass Jennifer Oeser einen kompletten Medaillensatz abgeräumt hatte, ließen es seine Teamkameraden am sechsten Tag der Leichtathletik-WM in den Vorentscheidungen krachen.

Ein weiteres Medaillen-Triple am Freitag wäre alles andere als eine Überraschung. Enttäuschend war nur im Hochsprung-Finale Platz neun von Raul Spank (Dresden/2,29), der nach Bronze von Berlin 2009 seine zweite WM-Medaille klar verpasste.

USA mit drei Goldmedaillen

Die USA gewannen nicht nur den Hochsprung durch Jesse Williams (2,35 m), sondern setzten sich durch zwei weitere Siege mit nun sieben Goldmedaillen von der Konkurrenz ab.

Über 400 m Hürden dominierte Lashinda Demus in der Jahres-Weltbestzeit von 52,47 Sekunden, über 1500 m siegte in 4:05,40 Minuten überraschend Jennifer Barringer-Simpson. Über 400 m Hürden der Männer eroberte jedoch David Greene in 48,26 Sekunden das erste WM-Gold für Großbritannien.

Kenianischer Doppelsieg über 3000-Meter-Hindernis

Mit einer tollen Tanzeinlage feierte Titelverteidiger Ezekiel Kemboi den vierten Daegu-Triumph seines Landes beim 3000-Meter-Hindernis-Doppelsieg in 8:14,85 Minuten vor Olympiasieger und Weltrekordler Brimin Kipruto. Die erste ukrainische Medaille der WM 2011 war das Dreisprung-Gold von Olga Saladuga mit 14,94 m. Für die verletzte Yargelis Savigne (Kuba) endete der Anlauf zum dritten Gold in Serie mit Rang sechs.

Am Morgen hatte Youngster David Storl die Kugelstoß-Elite mit dem U-23-Europarekord von 21,50 m geschockt und fünf 22-m-Stoßer in den Schatten gestellt, darunter ein Quartett mit vier Ex-Weltmeistern und dem Weltranglisten-Ersten Dylan Armstrong (Kanada), Zweiter der Qualifikation mit 21,05 m. "Ich hoffe, am Freitag gehts noch etwas weiter", meinte der 21 Jahre alte Sachse selbstbewusst nach seiner Steigerung um 45 Zentimeter mit Blick aufs Finale (12 Uhr im LIVE-TICKER).

Obergföll demonstriert ihre Stärke

Christina Oberföll nutzte Runde eins im Speerwurf auf dem Weg zum erhofften ersten internationalen Titel zur Demonstration ihrer Stärke.

Mit 68,76 m ließ die Offenburgerin Tschechiens Olympiasiegerin Barbora Spotakova (63,40) und die russische Olympiazweite Maria Abakumowa (62,49) klar hinter sich.

"Die beste Qualifikation meiner Karriere. Knapp 69 m morgens um 10 Uhr, das ist schon was", sagte Obergföll, die mit Katharina Molitor (63,52) und Europameisterin Linda Stahl (beide Leverkusen/60,21) ins Finale einzog (12.10 Uhr).

Deutsches Duo im Weitsprung mit Chancen

Eine medaillenverdächtige Vorstellung bot das deutsche Europameister-Duo in der Weitsprung-Qualifikation. Christian Reif (Ludwigshafen), der mit 8,47 m EM-Gold gewonnen hatte, erzielte hinter Weltmeister Dwight Phillips (USA/8,32) und Weltranglisten-Spitzenreiter Mitchell Watt (Australien/8,15) die drittbeste Weite der Qualifikation (8,13).

Hallen-Europameister Sebastian Bayer (Hamburg) zog mit 8,11 m als fünftbester in die Runde der besten 12 ein. Was ihre Chance erhöht: Panamas Olympiasieger Irving Saladino und der WM-Zweite und Ex-Weltmeister Godfrey Mokoena aus Südafrika blieben auf der Strecke.

Konkurrenten von David Storl beeindruckt

Nach dem Schocker von Storl meinte Titelverteidiger Christian Cantwell (20,73): "Der Junge ist unglaublich. Im Finale müssen wir aufpassen." Auch seine US-Teamkameraden, die vor ihm WM-Gold gewonnen hatten, waren beeindruckt vom 21-Jährigen "Milchgesicht", das aussieht wie ein 17-Jähriger und hinlangt wie ein Alter: "David wird ein Großer, er kann uns hier schon ärgern", sagt Reese Hoffa (20,96), Titelträger von 2007.

"Unglaublich dieser Junge, er ist absolut ein Medaillenkandidat", fand Adam Nelson, Weltmeister von 2005. Auch Ralf Bartels, der zwei Jahre nach dem Berliner WM-Bronze keine Medaillenchance für sich sieht, glaubte nach dem Finaleinzug mit 20,45 m: "David kann die Jungs im Endkampf ärgern."

Zwei Deutsche im Speerwurf-Finale

Mit dem Speer schafften auch die beiden deutschen Männer den Einzug ins Finale am Samstag. Der bei Obergfölls Freund Boris Henry trainierende EM-Zweite Matthias de Zordo verlor nach seinen 82,05 m drei wichtige Gegner, der Rostocker Mark Frank kam mit 81,93 m weiter.

Mit der fünftbesten Zeit erreichte die 4x400-m-Staffel der Männer in starken 3:00,68 Minuten das Finale am Samstag. Ebenso Südafrika, das mit Blade Runner Oscar Pistorius in 2:59,51 Landesrekord lief. Seine Teamkameradin Caster Semenya erreichte zwei Jahre nach ihrem Sensationssieg von Berlin das 800-m-Finale als Vorlaufsechste.

Auf der Strecke blieb am Donnerstag als 13. allein Kugelstoßer Marco Schmidt (Sindelfingen), der mit 20,02 m eine Weite stieß, mit der man bisher immer den Finalvorkampf erreicht hatte.

Seite 2: Tag 6 zum Nachlesen im Ticker

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