Leichtathleten lassen die Muskeln spielen

SID
Montag, 13.06.2011 | 17:42 Uhr
Katja Demut hat den deutschen Rekord im Dreisprung auf 14,57 m verbessert
© Getty
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Sechs Meetings in der Diamond League - sieben deutsche Siege: Speerwerferin Christina Obergföll setzte beim Sportfest der Königsklasse in New York die deutsche Erfolgsserie fort.

Deutschlands Leichtathleten lassen die Muskeln spielen: Betty Heidler präsentierte sich im Hammerwurf-Ring fast wieder in Weltrekord-Form, Speerwerferin Christina Obergföll setzte in New York die deutsche Siegesserie in der Diamond League fort und Kugelstoß-Youngster Storl wird immer mehr vom David zum Goliath. Zudem steigerte Katja Demut den deutschen Dreisprung-Rekord auf 14,57 m.

Demut knackt fast 17 Jahre alte Bestmarke

In Wesel/Niederrhein übertraf die Jenaerin die fast 17 Jahre alte Bestmarke der Rostockerin Helga Radtke im fünften Versuch um elf Zentimeter.

Die 27-Jährige, die im Winter auch den deutschen Hallenrekord auf 14,45 m gesteigert hatte, ist damit Siebte der Weltrangliste 2011. Sie ist sich sicher: "Es ist noch mehr drin."

Eine deutsche Jahresbestleistung stellte Bianca Kappler (Rehlingen) mit 6,81 m im Weitsprung auf. Europameister Christian Reif (Ludwigshafen) siegte bei den Männern mit 8,26 m vor dem Leverkusener Alyn Camara (8,08) und dem Münchner Oliver König (8,07).

Heidler mit dem zweitbesten Wurf ihrer Karriere

Betty Heidler wartete beim traditionellen Meeting in Fränkisch-Crumbach mit dem zweitbesten Wurf ihrer Karriere auf. Zweieinhalb Monate vor dem WM-Auftakt in Daegu/Südkorea (27. August bis 4. September) gewann die 27-Jährige mit 77,53 m vor der Chinesin Zhang Wenxiu (76,65) und ihrer Mannschaftskameradin Kathrin Klaas (73,54) von der LG Frankfurt. Nur bei ihrem Weltrekord von 79,42 am 21. Mai in Halle an der Saale hatte Heidler weiter geworfen.

David Storl stößt erstmals über 21 Meter

Im schwedischen Göteborg knackte der Chemnitzer Kugelstoßer David Storl mit 21,03 m erstmals die 21-m-Marke und ist nach dem vierten Saisonsieg über Neubrandenburgs Hallen-Europameister Ralf Bartels (20,05) mit seinen 20 Jahren bereits Weltranglisten-Achter. Im Stabhochsprung steigerte sich Martina Strutz (Schwerin) auf 4,60 m, eine 2011 weltweit nur von vier anderen übertroffene Höhe.

Speerwerferin Obergföll siegt in New York

Christina Obergföll gewann wie eine Woche zuvor in Eugene auch beim zweiten Diamond League-Meeting in den USA und sorgte damit beim sechsten Meeting der Königsklasse für den siebten deutschen Sieg.

Die Offenburger EM-Zweite schleuderte den Speer trotz starker Böen auf gute 64,43 m und lag klar vor der Südafrikanerin Sunette Viljoen (60,39). Die Olympiadritte führt nun mit zehn Punkten die mit 40.000 Dollar dotierte Speer-Gesamtwertung der League klar an.

Gay nur 10,26 Sekunden über die 100 Meter

In Abwesenheit von Olympiasieger Usain Bolt verlor dessen Rivale Tyson Gay sein Heimspiel vor der Kulisse von Manhattan erst durch Fotofinish. Bei starkem Gegenwind musste der Amerikaner über 100 m in 10,26 Sekunden seinem zeitgleichen Freund und Trainingspartner Steve Mullings (Jamaika) den Vortritt lassen.

"Ich bin nur schleppend aus den Startlöchern gekommen. Aber ich dachte, ich erwische ihn noch", sagte Gay, der mit 9,79 Sekunden die Jahresweltbestzeit hält. Mullings, der schon in Eugene in starken 9,80 gewonnen hatte, stapelt weiter tief: "Tyson ist erst zu 70 Prozent fit. Zur WM wird er bereit sein."

Enttäuschung für Malte Mohr

Eine Enttäuschung erlebte Stabhochspringer Malte Mohr, der bei schwierigen Bedingungen dreimal an der Anfangshöhe von 5,22 m scheiterte. Der Münchener hatte den Diamond-League-Auftakt in Doha noch klar gewonnen.

"Der Wind von der Seite und der Regen waren schrecklich, das war kein Spaß", sagte Mohr. Frankreichs Europameister Renaud Lavillenie legte beim Sieg von Landsmann Romain Mesnil (5,52) sogar einen Salto nullo hin. Fabian Schulze (München) wurde Fünfter.

Ihre erste Niederlage seit dem 27. Mai 2010 kassierte auch Kroatiens wettergeschädigte Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic mit 1,90 m gegen die schwedische EM-Zweiten Emma Green Tregaro (1,94).

Geher mit starken Auftritten

Einen starken Auftritt in Erfurt hatte Sabine Krantz. Die 30-Jährige aus Wattenscheid, im April durch eine Salmonellenvergiftung zurückgeworfen, unterbot bei der Geher-DM über 20 km in 1:31:08 Stunden die WM-Norm beim Erfolg über Melanie Seeger (Potsdam).

Bei den Männern setzte sich André Höhne (Berlin) zum siebten Mal in Folge durch, blieb in 1:23:22 jedoch 67 Sekunden über der WM-Norm. Für die WM waren zuvor schon Seeger und Vizemeister Christopher Linke (Potsdam) qualifiziert. "In zwei Wochen bietet sich allen, die die Norm bislang nicht erfüllt haben, in Dublin noch einmal eine Chance", sagte Bundestrainer Ron Weigel.

Keine Höhepunkte in Rehlingen

Höhepunkte blieben am Montag im saarländischen Rehlingen aus, wo Lokalmatador Matthias de Zordo (Saarbrücken) seine Fans enttäuschen musste. Mit einer Rückenverspannung und Fußblockade wurde der EM-Zweite nach seinem Diamond League-Sieg von Oslo nur Speerwurf-Dritter mit 76,65 m.

Beste Leistung waren die 3:34,12 Minuten von Abdalaati Iguider (Marokko) beim 1500-m-Sieg. Die WM-Norm verfehlten Stefan Eberhardt (Ohra-Hörsel/3:36,90) und der EM-Zweite Carsten Schlangen (Berlin/3:36,96) auf den Plätzen sechs und sieben.

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