Leichtathletik

Deutsche Leichtathleten mit starkem Auftritt

SID
Hammerwerferin Heidler hat bei der Team-EM in Stockholm für den deutschen Auftaktsieg gesorgt
© Getty

Mit drei Einzelsiegen und einer starken Teamleistung haben Deutschlands Leichtathleten am ersten Tag der Mannschafts-Europameisterschaft beeindruckt. Vor ihrem traditionell starken Schlusstag in Stockholm halten sie hinter dem klar führenden Titelverteidiger Russland die übrige Konkurrenz in Schach.

"Ein starker Auftakt trotz einigen leichten Enttäuschungen", resümierte Clemens Prokop, der im Kampf um Platz zwei vor allem noch mit der Ukraine rechnet. Diese lag mit 160 Zählern hinter Russland (213,5) und Deutschland (183,5) auf Platz drei.

"Ein starker Auftakt trotz einigen leichten Enttäuschungen", resümierte Clemens Prokop, der im Kampf um Platz zwei hinter Russland (213) für das deutsche Team (183,5) kaum noch mit Gefahr durch Großbritannien (166) und die Ukraine (160) sieht. "Russland ist einfach zu gut besetzt und nicht mehr einzuholen. Und der Franzose Christophe Lemaitre war mit seinem Landesrekord von 9,95 Sekunden über 100 Meter der Star des Tages", sagte der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes bei Halbzeit.

Betty Heidler besorgte den Auftaktsieg

Die deutsche Erfolgsserie hatte Hammerwurf-Europameisterin Betty Heidler mit für sie eher schwachen 73,43 Metern gestartet. Um so stärker trumpfte Kugelstoß-Youngster David Storl auf, der mit 20,81 m Polens Olympiasieger Tomasz Majewski (20,51) in Schach hielt.

Nach ihren zwei Siegen in der Diamond League schlug Speerwerferin Christina Obergföll die internationale Elite um Tschechiens Weltrekordlerin Barbora Spotakova mit der Jahres-Weltbestmarke von 66,22 Meter.

"Das ist mein schlechtestes Saisonergebnis. Aber ich wollte 12 Punkte für unser Team, das ist gelungen", meinte die WM-Zweite Betty Heidler, deren Ziel es ist, bei den Titelkämpfen in Daegu/Südkorea (27. August bis 4. September) wie 2007 im japanischen Osaka Weltmeisterin zu werden, nach dem sechsten Sieg in Serie.

Kugelstoßer Storl mit Sieg gegen Olympiasieger

David Storl freute sich über den Sieg gegen Majewski. "Den Olympiasieger schlägt man nicht alle Tage", meinte der Sachse, der eine Woche zuvor mit 21,03 Metern sogar in den Kreis der 21-Meter-Kugelstoßer vorgedrungen war. Er feierte in Stockholm bereits den fünften Erfolg in Serie seit der Niederlage am Tag des Heidler-Weltrekordes in Halle.

"Es ist noch ein weiter Weg bis zur WM Ende August in Daegu. Natürlich träume ich davon, dort Gold zu gewinnen", meinte Christina Obergföll, die gleich im ersten Versuch die Konkurrenz geschockt hatte. Damit führt sie wie Betty Heidler und Diskus-Weltmeister Robert Harting die Weltrangliste 2011 an.

Dazu gesellte sich als Stab-Zweite Silke Spiegelburg, die höhengleich mit Polens Weltmeisterin Anna Rogwska (je 4,75) Jahres-Weltbestleistung erzielte.

Sussmann überzeigt bei den Frauen

Stark in Szene setzten sich vor allem zwei Läufer mit zweiten Plätzen. Georg Fleischhauer in persönlicher Bestzeit von 49,56 Sekunden über 400 Meter Hürden und Thomas Schneider über 400 Meter. Bei den Frauen wurde Jana Sussmann starke Dritte über 3000 Meter Hindernis.

Etwas enttäuschend präsentierten sich dagegen der EM-Zweite Matthias de Zordo mit 77,86 Metern bei Platz vier im Speerwurf und Katja Demut, die fünf Tage nach ihrem deutschen Dreisprung-Rekord als Sechste nur 13,81 Meter bot. Vierter im Weitsprung wurde Europameister Christian Reif mit 8,10 Metern. Die schwächste Platzierung verzeichnete Arne Gabius als Zehnter über 5000 Meter.

Das deutsche Team, das 2009 bei der Premiere der Team-EM in Leiria/Portugal überraschend gewonnen hatte und 2010 in Bergen/Norwegen Dritter war, muss in Stockholm auf drei verletzte Athletinnen verzichten. Neben Hochsprung-Ass Ariane Friedrich fehlen 100-Meter-Europameisterin Verena Sailer und über 100 Meter Hürden die EM-Dritte Carolin Nytra. Kurzfristig fiel 200-Meter-Läufer Sebastian Ernst wegen einer Bronchitis aus und musste auch in der 4x100-Meter-Staffel ersetzt werden.

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