Nach Achillessehnenriss

Friedrich denkt nur noch an London 2012

SID
Dienstag, 28.12.2010 | 13:10 Uhr
Ariane Friedrich gewann 2009 in Turin bei den Halleneuropameisterschaft die Goldmedaille
© Getty
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Hochsprung-Star Ariane Friedrich muss nach ihrem Achillessehnen-Riss um die bevorstehende WM-Saison bangen. Für die WM- und EM-Dritte hat deshalb schon vor Beginn der Reha-Maßnahmen Olympia 2012 in London oberste Priorität.

Für Hochsprung-Star Ariane Friedrich hat nach ihrem Achillessehnenriss ein Wettlauf mit der Zeit begonnen. Der fatale Moment im Training zwei Tage vor Heiligabend und die anschließende Operation an ihrem linken Sprungfuß stellen zwar ihre Teilnahme an der WM im südkoreanischen Daegu (27. August bis 4. September) in Frage, sollen aber ihre Olympia-Teilnahme 2012 in London keinesfalls gefährden.

"Ich habe schon einige Rückschläge erlebt, aber das ist eine völlig neue Situation für mich. Doch man wächst auch mit solchen Aufgaben. Ich denke, dass ich jetzt erst recht alles dafür geben und es auch schaffen werde, in London in Topform zu sein", sagte Friedrich am Dienstag kurz vor ihrer Entlassung aus der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Frankfurt/Main.

Bevor die 26-Jährige jedoch ihr großes Ziel in Angriff nehmen kann, ist viel Geduld erforderlich. Eine Eigenschaft, die Friedrichs Trainer Günter Eisinger nicht gerade zu den Stärken seines Schützlings zählt.

Eisinger: "Sie hat ja so viel Temperament"

"Sie hat ja so viel Temperament und Energie, und in den nächsten zwei Wochen geht gar nichts. Aber wir bekommen das mit Hilfe aller Beteiligten in den Griff. Man kann nach einer so schweren Verletzung viel verkehrt machen. Damit eine völlige Heilung gelingt, werden wir deshalb genau darauf hören, was die Experten uns Schritt für Schritt bei der Steigerung der Belastung erlauben", sagt der Coach im Gespräch.

Kategorisch ordnet Eisinger schon jetzt alles der Olympia-Teilnahme unter: "In den nächsten sechs Monaten ist, abgesehen von Fitness-Maßnahmen, nichts möglich. Erst dann ist wohl wieder an normales Training zu denken. Ob es noch für die WM reicht, müssen wir auf uns zukommen lassen, aber wir werden den Teufel tun, London zu gefährden."

Friedrichs Trainer findet das Malheur der deutschen Rekordhalterin (2,06 m), die ihren Titel bei der Hallen-EM in Paris (4. bis 6. März) kampflos verlieren wird, angesichts glänzender Trainingswerte besonders frustrierend: "Ariane war so euphorisch für die bevorstehende Saison. Ihre ganzen Tests ließen für 2011 viel erhoffen."

Die dritte Serie eines Sprunglaufs wurde zum Verhängnis

Einer dieser Tests, genauer gesagt die dritte Serie eines Sprunglaufs, setzte allen Hoffnungen ein jähes Ende. Eisinger: "Ariane sagt, dass sie es hat reißen hören. Ich selbst habe nichts gehört, aber ich habe den Fuß gesehen, und das war schlimm genug. Erst habe ich gedacht, dass das Sprunggelenk etwas abbekommen hat, erst später stellte sich der Achillessehnenriss heraus."

In zwei Wochen ziehen die Mediziner die Fäden an der Operationsnarbe. Anschließend soll der Spezialschuh, der bereits angelegt ist, genau angepasst werden. Bis dahin sieht Eisinger seine Hauptaufgabe darin, die Athletin "bei Laune zu halten".

Damit die eigenwillige Polizei-Kommissarin, die laut Eisinger nach Veröffentlichung der schlechten Nachricht "bis zum späten Abend viele aufmunternde Anrufe und SMS von anderen deutschen Sportlern bekommen hat", nicht in ein tiefes Loch fällt, hat der Trainer eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung organisiert.

Weihnachten am Krankenbett

"Wir haben Weihnachten im Krankenhaus zusammen verbracht und sind auch beim Jahreswechsel zusammen. Ihr Freund oder ich sind erst einmal immer bei ihr. Notfalls können wir uns aber auf ein ganzes Helfer-Team stützen, von den Physios bis eventuell auch zu Psychologen", beschreibt Eisinger die mentalen Sofortmaßnahmen.

Den ersten Schock habe Ariane Friedrich allerdings schon verkraftet. "Zwar muss sie das noch weiter verarbeiten, aber inzwischen schaut sie schon wieder optimistisch nach vorne", berichtete Eisinger: "Es sind ja schließlich schon viele Sportler nach einer solchen Verletzung wieder in die Weltklasse zurückgekehrt. Und der Glaube daran kann ja auch Berge versetzen."

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