Donnerstag, 17.06.2010

Leichtathletik

Vesper geht auf Olympia-Gegner zu

Michael Vesper geht auf die Gegner der Münchner Olympiabewerbung 2018 zu. Der Generaldirektor des DOSB hat erneut die "hohen ökologischen Ansprüche" in den Vordergrund gestellt.

Michael Vesper geht auf die Gegner der Olympiabewerbung zu
© sid
Michael Vesper geht auf die Gegner der Olympiabewerbung zu

Michael Vesper geht als Aufsichtsratschef der Münchner Olympiabewerbung 2018 erneut auf die im Bündnis "Nolympia" organisierten Gegner des Projekts zu.

"Vielleicht haben wir noch nicht hinreichend klargemacht, welche hohen ökologischen Ansprüche wir verfolgen. Die 18 Leitprojekte für Natur- und Klimaschutz können sich sehen lassen. Natürlich werden sie verbindlicher Teil unseres Konzeptes und auch entsprechend finanziert", sagte der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Das Bündnis Nolympia 2018, in dem Naturschützer und Olympiagegner vereint sind, strebt in Garmisch-Partenkirchen einen Bürgerentscheid gegen die Bewerbung an.

Vesper ist sich "ganz sicher, dass die Münchner in übergroßer Mehrheit leidenschaftlich für diese Bewerbung kämpfen". Am kommenden Dienstag (22. Juni) entscheidet sich, ob München wie die Mitbewerber Annecy/Frankreich und Pyeongchang/Südkorea vom Internationalen Olympische Komitee (IOC) zur Kandidatenstadt für die Winterspiele 2018 ernannt wird. Vesper ist von einem Ja überzeugt: "Wenn München Candidate City ist, geht es erst richtig los."

Vesper erwartet einen harten Konkurrenzkampf

Erst die Kandidatenstädte dürfen ganz offiziell auch international auftreten und die olympischen Ringe ins Bewerber-Logo aufnehmen. "Dann kann München richtig Power entfalten", sagte Vesper, der sich allerdings auf einen harten Konkurrenzkampf einstellt: "Wenn alle drei Bewerber Candidate City werden sollten, wird es bis zu dem Zeitpunkt, zu dem IOC-Präsident Jacques Rogge am 6. Juli 2011 in Durban den berühmten Umschlag aufmacht, spannend bleiben."

Bis dahin will die Münchner Bewerbungsgesellschaft weiter Überzeugungsarbeit leisten. "Die Zustimmung ist im internationalen Vergleich schon jetzt sehr gut", erläuterte Vesper im Münchner Merkur: "Und wir müssen ja auch noch ein bisschen Luft nach oben haben, wenn unsere Aktivitäten richtig losgehen."

Es gelte vor allem, die 110 IOC-Mitglieder anzusprechen und ihnen zu zeigen, "wie begeisterungsfähig wir in Deutschland für Sport sind. Wir sind die Wintersportnation. Das ist das Pfund, mit dem wir wuchern müssen." Der Münchner Bewerbungschef Willy Bogner will sich in den nächsten Monaten auf Weltreise begeben und die wichtigen Entscheider von München überzeugen.

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