Bolt triumphiert - Mohr siegt mit dem Stab

SID
Montag, 24.05.2010 | 20:21 Uhr
Usain Bolt gewann bei Olympia in Peking drei Mal Gold
© Getty
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Neben Sprintstar Usain Bolt glänzte auch ein Deutscher bei der zweiten Station der neuen Diamond League in Shanghai. Malte Mohr sicherte sich mit 5,70m den Sieg im Stabhochsprung.

Neue Soloshow von Usain Bolt - und auch bei der zweiten Station der neuen Diamond League ein deutscher Stabhochsprung-Sieg: Während der Leichtathletik-Weltstar in Shanghai in 19,76 Sekunden seinen Siegeszug fortsetzte, triumphierte Malte Mohr mit 5,70 m ebenso wie Silke Spiegelburg neun Tage zuvor bei der Premiere der neuen Königsklasse in Doha/Katar. Bolt blieb über 200 m zum 22. Mal seit seinem Junioren-Weltrekord von 2004 (19,93) unter 20 Sekunden.

"Ich bin nicht in bester Form, und es war windig. Aber es hat Spaß gemacht", sagte Bolt, neben Norwegens Speerwerfer Andreas Thorkildsen in Shanghai allein ungeschlagen unter acht Olympiasiegern und elf Weltmeistern. Der 23-Jährige verpasste seine Saisonbestzeit von 19,56 Sekunden. Diese hatte er am 1. Mai in Jamaika bei ebenfalls 0,8 m Gegenwind erzielt. Es war das viertschnellste Rennen der Geschichte nach seinem Weltrekord von 19,19 bei der Berliner WM 2009. Seine Überlegenheit in Shanghai zeigte dies: als Zweiter in 20,34 lag Angelo Taylor (USA) sechs Meter zurück.

Mohr schafft EM-Nor

Malte Mohr, der sich im Winter auf 5,83 m gesteigert und Silber bei der Hallen-WM gewonnen hatte, schaffte in Shanghai gleich die EM-Norm für Barcelona (27. Juli bis 1. August). Er nahm 5,50 und 5,70 m im ersten Versuch und scheiterte dann dreimal an 5,81 m. Als Vierter lag Hendrik Gruber (5,60) zwei Ränge vor Australiens Olympiasieger und Weltmeister Steven Hooker (5,50).

Diskus-Weltmeister Robert Harting wurde trotz hervorragender Steigerung auf seine Saisonbestmarke von 68,69 m im sechsten Versuch noch vom WM-Sechsten Zoltan Kovago (Ungarn) mit 69,69 m abgefangen. Nur Vierter wurde Estlands Olympiasieger Gerd Kanter, der mit 71,45 m die Weltrangliste anführt. Harting schlug wie bei der Berliner WM Polens Vize-Weltmeister Piotr Malachowski (68,66).

Für Kleinert geht nichts

Eine böse Schlappe erlitt Kugelstoßerin Nadine Kleinert. Die WM-Zweite, wie Harting neun Tage zuvor beim Auftakt der 50-Millionen-Dollar-Serie nicht am Start, landete mit schwachen 18,44 m nur auf Rang sieben. Eine erneute Pleite erlebte Olympiasiegerin und Weltmeisterin Valerie Vili. Die Neuseeländerin (19,72) unterlag wie bei der Hallen-WM in Doha Nadeschda Ostaptschuk (Weißrussland), die mit 20,70 m Jahres-Weltbestleistung stieß.

Hinter dem in 12,99 Sekunden Jahres-Weltbestzeit laufenden David Oliver (USA) war Chinas tragischer Olympiaheld von Peking nur zweitbester Chinese. Liu Xiang, nach langer Verletzung noch nicht in Form, lag in 13,40 als Dritter hinter Dongpeng Dhi (13,39).

Weitere Jahres-Weltbestmarken erzielten der Kenianer Augustine Kiprono Choge in 3:32,20 Minuten über 1500 m sowie vier Frauen: Über 400 m Hürden Lashinda Demus (USA) in 53,34 Sekunden, über 5000 m Sentayehu Ejigu (Äthiopien) in 14:30,96 Minuten und über 3000 m Hindernis Gladys Jerotich Kipkemoi (Kenia) in 9:16,82 Minuten, außerdem im Dreisprung Olga Rypakowa (Kasachstan) mit 14,89 m.

Siebter Doping-Fall im Jamaika-Team

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