Leichtathletik

Medaillenhoffnung Lammert verpasst WM

SID
Der Ellbogen streikt - Petra Lammert muss ihre Saison beenden
© Getty

Kugelstoßerin Petra Lammert kann nicht an der Weltmeisterschaft im August in Berlin teilnehmen. Die Hallen-Europameisterin laboriert an einer Ellenbogenverletzung.

Sieben Wochen vor der WM in Berlin (15. bis 23. August) hat die deutsche Leichtathletik eine Medaillenkandidatin verloren.

Hallen-Europameisterin Petra Lammert aus Neubrandenburg, die sich Hoffnung auf Bronze gemacht hatte, muss die Saison wegen einer Ellenbogenverletzung abbrechen und sich einer Operation am Stoßarm unterziehen. Das teilte der Deutsche Leichtathletik-Verband am Dienstag mit.

Regernation noch nicht so weit

"Die Regeneration nach ihrem Trainingsunfall 2008 ist nicht ausreichend geglückt. Trotz intensiver medizinischer Behandlung hat sie bei starken Belastungen nach wie vor Schmerzen", sagte DLV-Sportdirektor Jürgen Mallow.

Die 25-Jährige war im Juni 2008 im Training schwer gestürzt und hatte deshalb bereits die Olympischen Spiele 2008 verpasst. Bei ihrem Hallen-EM-Sieg im März in Turin schien Lammert jedoch ihre alte Stärke wiedergefunden zu haben, obwohl sie laut Trainer Dieter Kollark schon damals nur ein Drittel des üblichen Umfangs trainieren konnte und unter Schmerzen litt.

Mallow wünscht gute Genesung

Kurz vor dem Wettkampf war der Druck aufs Gelenk durch Punktieren beseitigt worden. "Ich wünsche Petra Lammert, dass die Operation erfolgreich verläuft und sie so bald wie möglich ihre internationale Karriere fortsetzen kann", sagte Sportdirektor Mallow.

Lammert ist mit ihrer Bestleistung von 20,04m eine der besten deutschen Kugelstoßerinnen neben der WM-Dritten Nadine Kleinert (Magdeburg) und der Hallen-EM-Zweiten Denise Hinrichs (Wattenscheid).

Auf den Schultern dieses Duos ruhen nun die deutschen WM-Hoffnungen, wobei Hinrichs zuletzt auch angeschlagen war.

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