Mittwoch, 19.03.2014

Hoeckey: Nach fünf Jahren Partnerschaft

Adidas nicht mehr Sponsor des DHB

Der Deutsche Hockey-Bund (DHB) und der Sportartikelausrüster adidas werden ihre fünfjährige Partnerschaft Ende des Jahres beenden. Dies teilten beide Parteien am Mittwoch mit. Der DHB, der 2012 Hauptsponsor Hyundai verloren hatte, muss sich dennoch nicht auf finanzielle Probleme einstellen.

Seit 2006 ist Markus Weise Bundestrainer der deutschen Hockey-Herren
© getty
Seit 2006 ist Markus Weise Bundestrainer der deutschen Hockey-Herren

Im Gegenteil. "Wir stehen inzwischen besser da als noch zu Hyundai-Zeiten", sagte Verbandspräsident Stephan Abel dem "SID" am Mittwoch und führte aus: "Wir haben inzwischen zwei große Partner gefunden, zudem können wir die Brustwerbefläche felixel vermarkten. Das haben wir bereits zweimal mit Erfolg gemacht. Und einen neuen Ausrüster haben wir auch schon unter Dach und Fach."

Den Namen des neuen Ausrüsters wollte Abel nicht nennen, allerdings hat der Vertrag eine längere Laufzeit als der mit adidas und sei höher dotiert. "Das gibt eine größe Planungssicherheit", sagte Abel, der aber betonte, dass adidas die Möglichkeit gehabt habe, auf diese Konditionen einzusteigen. Abel resümierte: "Es ist uns gelungen, unsere Situation finanziell nachhaltig positiv zu gestalten."

Adidas setzt auf Einzelsponsoring

Zentraler Grund für die Auflösung der Partnerschaft mit adidas ist laut der offiziellen Mitteilung ein Strategiewechsel beim Ausrüster. adidas Hockey wird in Zukunft den Fokus auf das Einzelsponsoring setzen. So sind schon jetzt Weltklassespieler wie Tobias Hauke, Moritz Fürste, Julia Müller und Naomi van As bei adidas unter Vertrag. Die erfolgreichsten Athleten werden auch weiterhin langfristig von adidas ausgestattet werden, ebenso die führenden Vereine aus den Schlüsselmärkten Deutschland, England und den Niederlanden.

Konflikte mit dem DHB-Ausrüster befürchtet Stephan Abel der Einzelverträge von adidas nicht. "Von unserem Ausrüstervertrag sind wie üblich Schläger und Schuhe ausgenommen. Ich glaube daher nicht, dass es ähnliche Probleme wie beim Fußball geben wird", sagte der DHB-Boss dem SID.


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