Boxen

Boxen: Axel Schulz kritisiert Tom Schwarz vor Kampf gegen Tyson Fury

SID
Tom Schwarz trifft am Samstag auf Tyson Fury.

Die deutsche Box-Hoffnung Tom Schwarz lässt sich in der Hitze von Las Vegas vor dem Kampf seines Lebens am Samstag gegen Tyson Fury zu sehr ablenken. Das glaubt Axel Schulz, der 1995 in ähnlicher Situation war.

Ausdauerläufe in der Mittagshitze, Sparringsrunden mit Weltklasseboxern: Tom Schwarz schont sich vor dem Kampf seines Lebens in der Nacht zu Sonntag gegen Ex-Champ Tyson Fury in Las Vegas nicht.

Doch der Herausforderer genießt am Strip auch die Zeit mit Freundin Tessa, erlebt mit seiner Verlobten die Glitzerwelt Hand in Hand. Ein Fehler, wie Ex-Profiboxer Axel Schulz glaubt.

"Die Bilder von ihm in den Sozialen Netzwerken gefallen mir gar nicht. Er hat seine Freundin dabei, doch er sollte sich ganz auf den Sport konzentrieren", sagte Schulz dem SID.

"Wenn sie da ist, macht er sich Gedanken um sie. Das lenkt ihn ab. Dabei hat er jetzt die Chance, sich unsterblich zu machen", meinte der frühere Schwergewichtsboxer.

Schwarz plant offenbar in Las Vegas seine Hochzeit

Der junge Boxprofi verteidigt seine Auftritte zu zweit, will Las Vegas bewusst mit seiner Verlobten erleben. "Jeder große Champion hat eine starke Frau im Rücken. Deshalb ist Tessa hier", sagte der Magdeburger dem MDR nach einem gemeinsamen Besuch des legendären MGM Grand Hotel, in dem der Kampf stattfindet.

In der Tat schlägt das Thema Liebe im Leben von Tom Schwarz derzeit voll durch. Laut Magdeburger Volksstimme plant der 25-Jährige rund um den Mega-Kampf im Spielerparadies sogar die Hochzeit.

"Wir beide sind füreinander gemacht. So wie es zwischen uns läuft, das habe ich noch nie erlebt. Tessa bedeutet mir alles", sagte Schwarz.

Schulz: "Damit musst du erstmal fertig werden"

Schulz war 1995 sportlich in einer ähnlichen Situation. Der damals 24-Jährige bereitete sich am Strip auf seinen großen Kampf gegen Legende "Big George" Foreman vor, verlor im MGM allerdings umstritten nach Punkten.

"Meine Freundin war nicht in meiner Nähe. Das hätte mich in der Konzentration nur gestört", sagte Schulz. Am Samstag sitzt der 50-Jährige als Experte am Ring.

Schulz glaubt, dass die glitzernde Erlebniswelt im Box-Mekka für jeden Newcomer eine große Herausforderung darstellt. "Alles ist zugepflastert mit riesigen Bildern von dir, deinem Gegner, deinem Kampf. Damit musst du erstmal fertig werden."

Schulz traut Schwarz den Sieg zu

Schwarz-Manager Ulf Steinforth hat weniger Bedenken. "Tom ist bestens präpariert. Er macht einen guten Eindruck", sagte der Promoter vom SES-Stall, der mit seiner Entourage in der Hotellobby des MGM sein Büro aufgeschlagen hat.

"Es ist verrückt. Viele Boxfans aus Deutschland kommen hier vorbei, sagen uns, dass sie sich auf den Kampf am Samstag freuen."

Im Ring ist Schwarz nur krasser Außenseiter, hat aber nach Einschätzung von Schulz durchaus eine Chance. "Gerade im Schwergewicht ist alles möglich. Das haben wir jetzt erst wieder beim Sieg von John Ruiz gegen Anthony Joshua erlebt", sagte Schulz über den Magdeburger, der im Sparring gegen den früheren Klitschko-Herausforderer Mariusz Wach (Polen) antrat.

Schulz: Früher Knockout wäre "schwer für seine Karriere"

Das Schlimmste wäre nach Einschätzung von Schulz ein früher Knockout in den ersten Runden. "Das wäre schwer für Tom und seine Karriere."

Doch sollte Schwarz eine gute Performance hinlegen, könne er sogar nach einer Niederlage gefeiert werden. Das kennt Schulz aus eigener Erfahrung.

Der frühere Profi gehört trotz Niederlagen in allen drei WM-Kämpfen bis heute zu den populärsten Vertretern seines Sports.

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