Donnerstag, 18.05.2017

Ryota Murata vs. Hassan N'Dam: Boxkampf um den Titel der WBA im Mittelgewicht

Knockout-Maschine im Körper eines Filmstars

Ryota Murata trifft am 20. Mai im Ariake Colosseum (ab 12 Uhr live auf DAZN) auf Hassan N'Dam N'Jikam an. Das Duell in Tokio, bei dem es um den Mittelgewichtstitel nach Version der WBA gehen wird, soll für den aufstrebenden Japaner allerdings nicht nur eine Bestätigung der eigenen Ambitionen sein, sondern auch der nächste Schritt einer noch jungen Karriere. Selbst ein Aufeinandertreffen mit Super-Champion Gennady Golovkin könnte dem 31-Jährigen winken.

Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com

In den Geschichtsbüchern des Boxsports hat sich Ryota Murata schon lange verewigt. Als der Ringrichter im Anschluss an den Kampf des Japaners gegen den Brasilianer Esquiva Falcao im ExCeL Exhibition Centre in London den Arm Muratas in die Höhe streckte, hatte dieser etwas vollbracht, was nur wenige schaffen.

Es war der Moment, in dem all der Druck, der auf seinen Schultern gelastet hatte, abfiel. Murata hatte in einem umkämpften und bis zur letzten Sekunde spannenden Endkampf der Olympischen Spiele des Jahres 2012 die Oberhand behalten und sich zum ersten japanischen Olympiasieger seit 1964 gekrönt.

Zuletzt war dieses Kunststück Takao Sakurai im Bantamgewicht gelungen, als dieser in Tokio die Goldmedaille gewinnen konnte. Durch seinen Triumph im Mittelgewicht wurde er zudem zum ersten Boxer aus dem Land der aufgehenden Sonne, der außerhalb des Bantam- oder Fliegengewichts Edelmetall erringen konnte. Es war der Höhepunkt seiner Karriere - und doch nur ein Zwischenschritt.

Druck als ständiger Begleiter

Nach seinem Triumph auf der Insel stand Murata am Scheideweg. Er entschied sich mit einer Bilanz von 119 Siegen (89 Knockouts) und 19 Niederlagen, den nächsten Schritt zu wagen und wechselte ins Profi-Lager. Schnell mauserte er sich auch dort zum Hoffnungsträger eines ganzen Landes. Der Druck, von dem er sich befreit zu haben schien, war mit einem Schlag wieder da - und größer als jemals zuvor.

Ryota Murata will den WBA-Gürtel im Mittelgewicht gewinnen
Ryota Murata will den WBA-Gürtel im Mittelgewicht gewinnen
© getty

"Im Boxen ist es schon immer so gewesen, dass der nächste Kampf einem Sportler ganz neue Wege offenbaren kann. Gleichzeitig kann er aber auch das Ende sein", erklärte Murata nach der Verkündung des Kampfes mit dem Franzosen Hassan N'Dam. Das Duell im Ariake Colosseum, bei dem der reguläre Weltmeister nach Version der WBA im Mittelgewicht ermittelt werden wird, ist für Murata Bestätigung und Prüfung zugleich.

Showdown! Murata vs. N'Dam live auf DAZN!

Nach seinem Wechsel zu den Profis konnte der 31-Jährige, der international von Bob Arum und somit Top Rank sowie in Japan durch Teiken vermarktet wird, zwar zwölf Siege in ebenso vielen Kämpfen feiern und dabei neun Kontrahenten vorzeitig bezwingen. Starke Gegner bekam er bislang jedoch nicht vor die Fäuste. Zweifel weckt dies aber nicht.

"Ich denke, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe, als ich mich dazu entschied, nach meinem Sieg bei den Olympischen Spielen in das Profi-Geschäft zu wechseln", erklärte der 1986 in Nara geborene Normalausleger mit einer Reichweite von 188 Zentimetern. "Für mich ist der Kampf gegen N'Dam ein Maßstab. Ich möchte mich beweisen, will ihn schlagen." Druck sei für seine Leistung positiv.

Sollte dem 183 Zentimeter großen Japaner am 20. Mai im Ariake Colosseum tatsächlich der große Wurf gelingen, könnte er erneut Geschichte schreiben und sich zum ersten Weltmeister im Mittelgewicht nach Shinji Takehara, der das Gold der WBA im Jahr 1995 gewinnen konnte, krönen. Und das keine vier Jahre nach seinem Debüt im August 2013 und in einer der bestbesetzten Gewichtsklassen, über die der Boxsport aktuell verfügt. Dass es überhaupt dazu kommen kann, verdankt er auch einem Zufall.

Demut als größte Tugend

Nachdem Murata mit dem Boxen in der Junior High School begonnen hatte, wurde sein Talent zwar schnell entdeckt und vom ehemaligen Olympioniken Hiroaki Takami gefördert. An Erfolgen mangelte es nicht. Dennoch kam zu der positiven Entwicklung auch eine negative. Immer wieder fehlte es Murata an Disziplin, die Folge waren mehrere Niederlagen durch Disqualifikation. Auch abseits des Seilgevierts hatte der Youngster Konzentrations- und Motivationsprobleme.

Erst eine Reise nach Thailand brachte ihn wieder auf Kurs. Murata erlebte eine andere Welt. In welch einfachen und teils auch chaotischen Rahmenbedingungen Kämpfer aller Altersklassen dort trainierten, öffnete ihm die Augen.

Trotz der schwierigen Umstände gaben die Nachwuchsathleten, die neben dem Boxen vor allem im Mixed-Martial-Arts-Bereich anzusiedeln sind, bei jeder Einheit alles. In einem Gym, sofern dieses überhaupt die Bezeichnung verdient hatte, zu trainieren, bedeutete für sie die Welt. Für Murata war es eine wichtige Lektion.

Er entwickelte sich weiter rasant, verlor allerdings nie wieder die nötige Demut. Murata krönte sich fünf Mal zum Japanischen Meister. Neben dem Olympiasieg konnte er ein Jahr zuvor in Baku die WM-Silbermedaille gewinnen und belegte zudem beim President's Cup 2011 in Jakarta den ersten Rang.

Abseits des Rings schlug er seit jeher eher ruhige Töne an. Murata ist seit 2010 verheiratet, ein Jahr später kam sein Sohn zur Welt. Im Zentrum seines Lebens stand aber weiterhin der Boxsport. Den Kampf gegen N'Dam sieht er als Chance, seinem Umfeld etwas zurückzugeben. "Als ein Goldmedaillengewinner hatte ich immer große Unterstützung an meiner Seite. Der Kampf ist für mich auch eine Chance, meinem Team und allen, die an mich glauben, etwas zurückzuzahlen", erklärte der 31-Jährige, der in seiner Heimat auch aufgrund seines Auftretens und dem Aussehen eines Filmstars viele Fans gewinnen konnte.

Ein Krieg wartet

Ein Selbstläufer wird der Kampf um das Gold der WBA aber trotz des Heimvorteils nicht. N'Dam, der bislang in 37 Kämpfen 35 Siege einfahren konnte, hat nicht nur 21 Knockouts auf seinem Konto, sondern verfügt mit 249 Runden über ein ganze anderes Erfahrungslevel. Murata, der von Sendai Tanaka trainiert wird, stand noch in keinem Kampf über zwölf Runden und kann bislang nur 65 Runden vorweisen.

Ein weiterer Vorteil des Franzosen ist seine Fähigkeit, einstecken zu können. Etwas, das bei Murata unklar ist. N'Dam kann allerdings nicht nur Schläge wegstecken, sondern im Gegenzug auch austeilen. Der 33-Jährige ist ein starker Puncher, sein Knockout-Sieg gegen Alfonso Blanco, den er nach 22 Sekunden in der ersten Runde feiern konnte, wurde gar zum Knockout des Jahres 2016 gekürt.

Trotz der vermeintlichen Vorteile weiß N'Dam aber um die Schlagstärke sowie technischen Fähigkeiten seines Gegners und gab sich unlängst zurückhaltend. "Ich denke, dass Murata ein sehr starker Kämpfer ist - und er ist unheimlich effizient. Außerdem hat er durch seinen Sieg bei den Olympischen Spielen bereits bewiesen, dass er boxen kann", erklärte der Franzose, der aktuell Träger des Interims-Titels der WBA ist. Dieser wird allerdings im Zuge des Kampfes für vakant erklärt. Auf dem Spiel steht stattdessen der reguläre Gürtel des Verbandes. Der frühere Titelträger, Daniel Jacobs, hatte diesen im Kampf gegen Super-Champion Golovkin verloren. Danach wurde der Gürtel vom Verband vakantiert.

Sensationen der Box-Geschichte
19. Juni 1936, New York: Max Schmeling sorgt mit seinem Knockout in der 12. Runde gegen den hoch favorisierten "Brown Bomber" Joe Louis für eine Sensation
© getty
1/16
19. Juni 1936, New York: Max Schmeling sorgt mit seinem Knockout in der 12. Runde gegen den hoch favorisierten "Brown Bomber" Joe Louis für eine Sensation
/de/sport/diashows/1511/boxen/sensationen-der-box-geschichte/klitschko-tyson-ali-schmeling.html
10. Juli 1951, London: Der Engländer Randolph Turpin sorgt für eine Sensation mit seinem Punktsieg nach 15 Runden über Sugar Ray Robinson
© getty
2/16
10. Juli 1951, London: Der Engländer Randolph Turpin sorgt für eine Sensation mit seinem Punktsieg nach 15 Runden über Sugar Ray Robinson
/de/sport/diashows/1511/boxen/sensationen-der-box-geschichte/klitschko-tyson-ali-schmeling,seite=2.html
25. Februar 1964, Miami Beach: Cassius Clay alias Muhammad Ali schlägt Favorit Sonny Liston und ist erstmals Weltmeister. Clays Worte gingen um die Welt: "I'm the Greatest. I shook up the World"
© getty
3/16
25. Februar 1964, Miami Beach: Cassius Clay alias Muhammad Ali schlägt Favorit Sonny Liston und ist erstmals Weltmeister. Clays Worte gingen um die Welt: "I'm the Greatest. I shook up the World"
/de/sport/diashows/1511/boxen/sensationen-der-box-geschichte/klitschko-tyson-ali-schmeling,seite=3.html
30. Oktober 1974, Kinshasa: Muhammad Ali entthront George Foreman durch Knockout in der 8. Runde im "Rumble in the Jungle", im vielleicht größten Sportereignis des 20. Jahrhunderts
© imago
4/16
30. Oktober 1974, Kinshasa: Muhammad Ali entthront George Foreman durch Knockout in der 8. Runde im "Rumble in the Jungle", im vielleicht größten Sportereignis des 20. Jahrhunderts
/de/sport/diashows/1511/boxen/sensationen-der-box-geschichte/klitschko-tyson-ali-schmeling,seite=4.html
15. Februar 1978, Las Vegas: In seinem erst achten Kampf als Profi besiegt Leon Spinks Muhammad Ali nach Punkten und sorgt für eine historische Sensation
© getty
5/16
15. Februar 1978, Las Vegas: In seinem erst achten Kampf als Profi besiegt Leon Spinks Muhammad Ali nach Punkten und sorgt für eine historische Sensation
/de/sport/diashows/1511/boxen/sensationen-der-box-geschichte/klitschko-tyson-ali-schmeling,seite=5.html
6. April 1987, Las Vegas: Sugar Ray Leonard besiegt Titelverteidiger Marvin Hagler nach Punkten. Bis heute ist das Urteil des unfassbar ausgeglichenen Fights umstritten
© getty
6/16
6. April 1987, Las Vegas: Sugar Ray Leonard besiegt Titelverteidiger Marvin Hagler nach Punkten. Bis heute ist das Urteil des unfassbar ausgeglichenen Fights umstritten
/de/sport/diashows/1511/boxen/sensationen-der-box-geschichte/klitschko-tyson-ali-schmeling,seite=6.html
10. Februar 1990, Tokio: Mike Tyson verliert sensationell gegen James "Buster" Douglas durch K.o. Ärger gab's, weil Douglas nach einem Niederschlag nach 9 (oder mehr?) Sekunden auf den Brettern weitermachen durfte
© getty
7/16
10. Februar 1990, Tokio: Mike Tyson verliert sensationell gegen James "Buster" Douglas durch K.o. Ärger gab's, weil Douglas nach einem Niederschlag nach 9 (oder mehr?) Sekunden auf den Brettern weitermachen durfte
/de/sport/diashows/1511/boxen/sensationen-der-box-geschichte/klitschko-tyson-ali-schmeling,seite=7.html
5. November 1994, Paradise/Nevada: 20 Jahre nach dem "Rumble in the Jungle" haut George Foreman Champion Michael Moorer in der 10. Runde um. Mit 45 Jahren und 360 Tagen ist "Big" der älteste Schwergewichtsweltmeister aller Zeiten
© getty
8/16
5. November 1994, Paradise/Nevada: 20 Jahre nach dem "Rumble in the Jungle" haut George Foreman Champion Michael Moorer in der 10. Runde um. Mit 45 Jahren und 360 Tagen ist "Big" der älteste Schwergewichtsweltmeister aller Zeiten
/de/sport/diashows/1511/boxen/sensationen-der-box-geschichte/klitschko-tyson-ali-schmeling,seite=8.html
9. November 1996, Paradise: Evander Holyfield entthront Champion Mike Tyson durch Abbruchsieg in der 11. Runde. Eine Sensation! Beim Re-Match kam's zum weltberühmten Biss ins Ohr...
© getty
9/16
9. November 1996, Paradise: Evander Holyfield entthront Champion Mike Tyson durch Abbruchsieg in der 11. Runde. Eine Sensation! Beim Re-Match kam's zum weltberühmten Biss ins Ohr...
/de/sport/diashows/1511/boxen/sensationen-der-box-geschichte/klitschko-tyson-ali-schmeling,seite=9.html
22. April 2001, Brakpan/Südafrika: Hasim "The Rock" Rahman sorgt für eine Sensation durch seinen K.o.-Sieg gegen Champion Lennox Lewis
© getty
10/16
22. April 2001, Brakpan/Südafrika: Hasim "The Rock" Rahman sorgt für eine Sensation durch seinen K.o.-Sieg gegen Champion Lennox Lewis
/de/sport/diashows/1511/boxen/sensationen-der-box-geschichte/klitschko-tyson-ali-schmeling,seite=10.html
8. März 2003, Hannover: Der 37-jährige Südafrikaner Corrie Sanders (1966 - 2012) sorgt mit seinem t.K.o.-Sieg in der 2. Runde gegen Wladimir Klitschko für eine Sensation
© getty
11/16
8. März 2003, Hannover: Der 37-jährige Südafrikaner Corrie Sanders (1966 - 2012) sorgt mit seinem t.K.o.-Sieg in der 2. Runde gegen Wladimir Klitschko für eine Sensation
/de/sport/diashows/1511/boxen/sensationen-der-box-geschichte/klitschko-tyson-ali-schmeling,seite=11.html
15. Mai 2004, Paradise: Antonio Tarver bringt dem großen Roy Jones jr. den ersten Knockout seiner Karriere bei. Es war die Revanche für seine umstrittene Niederlage einige Monate zuvor
© getty
12/16
15. Mai 2004, Paradise: Antonio Tarver bringt dem großen Roy Jones jr. den ersten Knockout seiner Karriere bei. Es war die Revanche für seine umstrittene Niederlage einige Monate zuvor
/de/sport/diashows/1511/boxen/sensationen-der-box-geschichte/klitschko-tyson-ali-schmeling,seite=12.html
10. April 2004, Las Vegas: Im Kampf um den vakanten WBO-Titel bezwingt Lamon Brewster den favorisierten Wladimir Klitschko durch t.K.o. in der 5. Runde. Hinterher wurde über K.o.-Tropfen in Eiswürfeln diskutiert
© getty
13/16
10. April 2004, Las Vegas: Im Kampf um den vakanten WBO-Titel bezwingt Lamon Brewster den favorisierten Wladimir Klitschko durch t.K.o. in der 5. Runde. Hinterher wurde über K.o.-Tropfen in Eiswürfeln diskutiert
/de/sport/diashows/1511/boxen/sensationen-der-box-geschichte/klitschko-tyson-ali-schmeling,seite=13.html
6. Dezember 2008, Las Vegas: Im "Dream Match" bezwingt Manny Pacquiao Oscar de la Hoya durch t.K.o. in der 8. Runde. Das Irrwitzige: Leichtgewichtler Pacquiao hatte für den Weltergewichtskampf zwei Gewichtsklassen übersprungen
© getty
14/16
6. Dezember 2008, Las Vegas: Im "Dream Match" bezwingt Manny Pacquiao Oscar de la Hoya durch t.K.o. in der 8. Runde. Das Irrwitzige: Leichtgewichtler Pacquiao hatte für den Weltergewichtskampf zwei Gewichtsklassen übersprungen
/de/sport/diashows/1511/boxen/sensationen-der-box-geschichte/klitschko-tyson-ali-schmeling,seite=14.html
9. Juni 2012, Paradise: "Desert Storm" Timothy Bradley Jr. feiert einen so sensationellen wie umstrittenen Sieg nach Punkten gegen den Favoriten Manny Pacquiao
© getty
15/16
9. Juni 2012, Paradise: "Desert Storm" Timothy Bradley Jr. feiert einen so sensationellen wie umstrittenen Sieg nach Punkten gegen den Favoriten Manny Pacquiao
/de/sport/diashows/1511/boxen/sensationen-der-box-geschichte/klitschko-tyson-ali-schmeling,seite=15.html
29. November 2015, Düsseldorf: Der Brite Tyson Fury bezwingt Wladimir Klitschko nach Punkten. Für Klitschko ist es die erste Niederlage seit elf Jahren
© getty
16/16
29. November 2015, Düsseldorf: Der Brite Tyson Fury bezwingt Wladimir Klitschko nach Punkten. Für Klitschko ist es die erste Niederlage seit elf Jahren
/de/sport/diashows/1511/boxen/sensationen-der-box-geschichte/klitschko-tyson-ali-schmeling,seite=16.html
 

Eine Kampfansage konnte er sich trotz allem Respekt aber nicht verkneifen: "Er wird ein großartiger Gegner sein. Ich bin bereit, ihm einen Krieg zu liefern."

Murata muss seine Stärken speziell in der mittleren Distanz derweil voll ausspielen. Dass er variabel Kopf sowie Körper des Gegners mit Treffern eindecken kann, hat er bereits bewiesen. Er schlägt wie ein Schwergewichtler, seine enge Deckung ist überdurchschnittlich und er hat die nötige Geduld.

Vor allem der Kopf muss aber mitspielen. Einblicke in seine Marschroute lieferte er bereits. "N'Dam nutzt seinen Jab sehr viel und er kann sich über die gesamte Dauer eines Kampfes sehr gut bewegen. Deshalb wird es für mich wichtig sein, ihn damit nicht durchkommen zu lassen. Ich werde versuchen, den Kampf so zu gestalten, dass ich an ihm dran bin. Ich glaube, dass ich im Infight deutlich besser bin als er", sagte Murata. Er wolle "wie in seinen bisherigen Kämpfen agieren". Bislang glänzte er neben seiner Power mit einer exzellenten Ausdauer. Weiteren Ansporn zieht er aus der Vergangenheit.

Blick in die Zukunft

"Ich bin ein Fan von Felix Trinidad und Bernard Hopkins, deshalb motiviert es mich zusätzlich, dass ich um den Gürtel boxen kann, den beide schon um ihre Hüften trugen", schilderte Murata. "Natürlich bin ich auch bei einem Sieg nicht auf einem Level mit ihnen, aber ich wäre auf einem guten Weg."

Erlebe Boxen live und auf Abruf auf DAZN. Sichere Dir jetzt Deinen Gratismonat!

Als Belohnung für einen Erfolg dürfte nämlich ein Kampf winken, der ihn in diese Sphären bringen könnte. Da der Sieger des Duells der reguläre Weltmeister der WBA sein wird, scheint ein Aufeinandertreffen mit Golovkin, mit dem er bereits mehrfach zum Sparring im Ring stand, greifbar. Die K.o.-Maschine aus Kasachstan befindet sich laut Murata "allerdings noch nicht in meinem Kopf".

Eine andere Aussage wäre im Hinblick auf den Showdown nicht nur untypisch, sondern auch vermessen gewesen. Schließlich steht mit N'Dam ein Test an, der einiges über die Zukunft Muratas zeigen wird.

Alle Weltmeister der großen Verbände im Überblick

Jan Höfling
Das könnte Sie auch interessieren
Ray Leonard kann den Kampf von McGregor und Mayweather nicht ernstnehmen

Leonard wettert gegen McGregor und Mayweather

Floyd Mayweather nimmt Gennady Golovkin nicht ernst

Mayweather: Kampf gegen Golovkin wäre "einfach"

Robert Stieglitz beendet seine Profi-Karriere

Stieglitz beendet seine Karriere


Diskutieren Drucken Startseite

Jan Höfling(Redaktion)

Jan Höfling, Jahrgang 1985, ist seit 2013 bei SPOX. Aufgewachsen in der Nähe von Frankfurt am Main fand er nach Abschluss seines Masterstudiums der Rechts-, Politik- und Wirtschaftswissenschaften den Weg nach München. Ist seit 2015 festes Mitglied der Redaktion und kümmert sich unter anderem um Boxen, UFC und US-Sport. Ist auch im Tennis, F1 und Fußball zu Hause.

Trend

Niederlage gegen Joshua: Sollte Klitschko seine Karriere beenden?

Ja
Nein

www.performgroup.com

Copyright © 2017 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.