Freitag, 21.10.2016

Die Klärung des Dopingfalls von Felix Sturm zieht sich in die Länge

Öffnung von Sturms B-Probe verzögert sich

Die Klärung im Dopingfall des ehemaligen Box-Weltmeisters Felix Sturm zieht sich weiter in die Länge. Die für den 12. Oktober geplante Öffnung der B-Probe wurde nicht durchgeführt. "Die B-Probe ist weiterhin nicht geöffnet", sagte René Seppi, Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, der Sport Bild.

Es habe rechtliche Probleme gegeben, "die den geplanten Termin verhinderten. Nun soll die Öffnung in den kommenden zwei Wochen passieren", sagte Seppi. Derzeit wird gegen Sturm wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz ermittelt. Bei einer Verurteilung droht dem Boxer eine Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren oder eine hohe Geldstrafe.

Sturm wurde nach seinem Sieg in der WM-Revanche gegen den Russen Fjodor Tschudinow am 20. Februar in Oberhausen in der A-Probe positiv auf die anabole Substanz Hydroxy-Stanozolol getestet. Bereits seit Mai dieses Jahres zieht sich die Öffnung der B-Probe hin.

Sportliche Folgen wird die Angelegenheit für Sturm nicht haben. Anfang Oktober legte er seinen WBA-Titel im Supermittelgewicht nieder - wegen einer Ellenbogen-Verletzung. Die WBA verzichtete daraufhin auf eine Sperre des Boxers. Der Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) würde Sturm maximal für ein Jahr sperren. Da dieser aber ohnehin nicht vor Februar 2017 boxen will, bliebe diese Strafe ohne Wirkung.

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