Boxen

Klitschko nun doch zu Olympia?

SID
Wladimir Klitschko hatte 1996 in Atlanta/USA Olympia-Gold gewonnen
© getty

Wladimir Klitschko wird am Freitag 40 Jahre alt. Der Ukrainer hat seine schmerzhafte WM-Pleite verdaut und fiebert neuen Herausforderungen wie einem Olympia-Start entgegen.

Wladimir Klitschko kann das Leben wieder genießen. Der frühere Box-Champion hat seine schmerzhafte Niederlage im WM-Kampf gegen Tyson Fury im vergangenen November längst verdaut, fiebert dem Rückkampf entgegen und hätte große Lust auf einen Olympia-Start in Rio. Vorher feiert der Ukrainer am Freitag seinen 40. Geburtstag.

"Ich treffe mich mit der Familie und Freunden in der Ukraine", sagte der langjährige Schwergewichts-Champ dem SID. In der Heimat will "Dr. Steelhammer" nicht mehr den Partymuffel geben. "Bislang habe ich Partys zu meinem Geburtstag meistens abgelehnt, dieses Jahr wird gefeiert", so Klitschko.

Die Zwischenbilanz nach 40 Jahren fällt für den 1,98 m großen Modellathleten positiv aus. "Ich bin happy mit Hayden, habe eine tolle Tochter", sagte der jüngere der beiden Klitschko-Brüder über seine private Situation. Seit einigen Jahren ist er mit US-Schauspielerin Hayden Panettiere liiert, 2014 kam die gemeinsame Tochter Kaya zur Welt.

Ein weiteres Highlight könnte im Sommer folgen, wenn der promovierte Sportwissenschaftler bei Olympia in den Ring steigt und am Zuckerhut für ein Riesen-Spektakel sorgt. "Meine erste Aufgabe ist der Rückkampf gegen Fury. Wenn es zeitlich passt, schließe ich einen Start bei Olympia in Rio nicht aus", sagte der Linksausleger.

Profi-Boxer in Rio erstmals dabei

Klitschko hatte 1996 in Atlanta/USA Olympia-Gold gewonnen, damals noch als Amateur im Superschwergewicht. "20 Jahre nach meiner Goldmedaille von Atlanta wieder bei Olympia zu starten, wäre ein irres Gefühl", meinte der Profi-Boxer. Klitschko würde für die Ukraine in den Ring steigen. "Das ist meine Staatsangehörigkeit", sagte der Wahl-Hamburger.

Im Februar war bekannt geworden, dass der Amateurbox-Weltverband AIBA für Rio auch Profi-Boxer zulassen will. Im Mai sollen dafür auf einem außerordentlichen Kongress die Statuten geändert werden. Der ukrainische Verband müsste die Qualifikationsregeln für Klitschko festlegen, angeblich hat sich der Ex-Weltmeister dort schon erkundigt.

Generell begrüßt Klitschko, dass die Profis in Rio erstmals bei Olympia dabei sind. Ein Selbstläufer werde das jedoch nicht. "Ich bin überzeugt, dass viele Profiboxer Schwierigkeiten mit dem Stil der Amateurboxer bekommen", sagte der Großverdiener und wies auf das andere Wertungssystem und die mit drei Runden deutlich kürzere Kampfzeit gegenüber den Profis hin, die ihre Fights in der Regel über zwölf Runden austragen.

Erst Rechnung mit Fury begleichen

Zuvor aber will Klitschko seine Rechnung mit dem 2,08 m großen Briten-Riesen Fury begleichen. Ihm sei klar geworden, warum es gegen Fury im ersten Duell nicht geklappt hat. "Es war mein Kopf, der nicht mitgemacht hat. Ich weiß, wo der Fehler war. Das ist zu reparieren", erklärte der langjährige Champ.

Klitschko hatte den ersten Kampf einstimmig nach Punkten verloren und seine erste Niederlage nach fast zehnjähriger Regentschaft als Schwergewichts-Weltmeister kassiert. Nach dem Drama von Düsseldorf war der entthronte Champion drei Tage down, über ein Karriereende habe er jedoch nicht nachgedacht. "Daran habe ich keinen Gedanken verschwendet", verriet der Ukrainer, der 64 seiner 68 Profikämpfe gewann.

Jetzt will er sich die WM-Gürtel zurückholen. Bislang gibt es offiziell weder einen Termin noch einen Ort für den Rückkampf, der ursprünglich im Mai im Londoner Wembley-Stadion stattfinden sollte. Zuletzt war davon die Rede, dass das Re-Match Anfang Juni in Klagenfurt/Österreich stattfindet.

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