Huck vs. Arslan: Head-to-Head

Urgewalt trifft Pferdelunge

Samstag, 25.01.2014 | 15:17 Uhr
Marco Huck vs. Firat Arsan: Wer verlässt Stuttgart mit dem Titel?
© getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
AEGON International Women Single
MiLive
WTA Eastbourne: Tag 4
Boodles Challenge
MiLive
The Boodles: Tag 2
National Rugby League
Do11:50
Eels -
Bulldogs
AEGON International Women Single
Do12:00
WTA Eastbourne: Viertelfinals
Boodles Challenge
Do13:30
The Boodles: Tag 3
National Rugby League
Fr11:50
Broncos -
Storm
AEGON International Women Single
Fr12:00
WTA Eastbourne: Halbfinals
Boodles Challenge
Fr13:30
The Boodles: Tag 4
AEGON International Women Single
Sa13:15
WTA Eastbourne: Finale
Boodles Challenge
Sa14:00
The Boodles: Tag 5
National Rugby League
So08:00
Rabbitohs -
Panthers
Shanghai Darts Masters
Do13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 1
National Rugby League
Fr11:50
Roosters -
Rabbitohs
Shanghai Darts Masters
Fr13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 2
National Rugby League
Sa09:30
Panthers -
Sea Eagles

Revanche oder Titelverteidigung? Marco Huck setzt seinen WBO-Titel im Cruisergewicht erneut gegen Firat Arslan aufs Spiel (22.10 Uhr im LIVE-TICKER). SPOX hat beide Kämpfer vor dem Duell in Stuttgart auf Herz und Nieren geprüft. Der Head-to-Head-Vergleich.

Vorbereitung

Viel wurde zuletzt über die alles andere als optimale Vorbereitung von Marco Huck vor dem ersten Duell mit Firat Arslan gesprochen. "Das Problem beim ersten Fight war, dass ich ihn nicht ernst genommen habe. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, wie mir ein 42-Jähriger gefährlich werden soll", so der Käpt'n im SPOX-Interview.

Das wollte das Duo Huck/Wegner diesmal unbedingt vermeiden - und ging neue Wege. In einer Druckkammer in Berlin wurde ein Höhentraining simuliert, um die Kondition zu verbessern. "Durch diese Art des Trainings haben sich die Ausdauerwerte von Marco noch einmal klar gesteigert. Und desto mehr Energiereserven ein Boxer hat, desto weniger baut er in einem Kampf ab und legt nochmals eine Schippe drauf", so Coach Ulli Wegner.

Arslan setzte dagegen auf eher altmodische Methoden. Seit 25 Jahren schreibt er täglich in sein Trainings-Tagebuch. "Ich habe durch meine professionelle Einstellung einen Vorteil, den ich mir hart erarbeitet habe. Immer, wenn man mir in meiner Karriere einen Kampftermin genannt hat, habe ich mir einen Trainingsplan zurechtgelegt. Bis zum Tag des Kampfes ist meine Vorbereitung bis ins letzte Detail geplant", so der Herausforderer, der sich im Trainingslager bis zu acht Stunden am Tag schindete. SPOX-Urteil: Unentschieden

Erfahrung

39 Kämpfe auf der einen Seite, 41 Fights auf der anderen. In Sachen Erfahrung nehmen sich Huck und Arslan nicht viel - zumindest auf den ersten Blick. Bedenkt man, dass der Käpt'n erst 29 ist, muss man allerdings vor seiner Workrate den Hut ziehen. Insgesamt stand der Weltmeister sogar mehr Runden im Ring als sein Gegner (275 zu 249).

Dass der Weltmeister in den letzten Jahren so häufig in Action war, lag natürlich auch an seiner fast komplett fehlenden Amateurkarriere (nur 15 Kämpfe). In dieser Statistik hat Arslan deutlich die Nase vorne (92 Kämpfe) - genauso wie beim Alter.

Als Oldie fühlt sich der "Löwe", der zwischen 2007 und 2008 den WBA-Titel im Cruisergewicht hielt, dennoch nicht: "Es ist immer viel von meinem Alter die Rede - aber ich schaue mir dann immer meinen Krafttrainer Ted Lackner an. Er ist 66 Jahre alt - und so etwas von in Form, dass ich mir jeden Tag denke: Was sind da schon 43 Jahre? Auch meine Werte haben sich nicht verschlechtert." SPOX-Urteil: Unentschieden

Schlagkraft

Wenn man auf Arslans K.o.-Quote blickt, bekommt man zwar nicht das große Fürchten. Allerdings hören sich 21 Knockouts in 33 Siegen nicht ganz so schlecht an. Das ist jedoch ein Irrglaube! Der Ex-Champion verfügt nicht über die großartige Power wie andere Cruisergewichte.

Daran wird sich im Spätherbst seiner Karriere auch nicht mehr viel ändern. "Er hat keinen Punch in den Fäusten, hält den Gegner aber mit seinen Schlägen gut in Schach", beschreibt Huck seinen Gegner folgerichtig.

Beim Käpt'n sieht die Sache dagegen etwas anders aus, auch wenn die K.o.-Quote von 64,1 Prozent ebenfalls Luft nach oben lässt. Dazu passt, dass Huck seit fünf Kämpfen auf einen vorzeitigen Erfolg wartet. Das liegt laut eigener Aussagen allerdings auch seiner starken Gegnerauswahl.

Das mag nur die halbe Wahrheit sein, Hucks Urgewalt in den Händen bleibt trotzdem über jeden Zweifel erhaben. Das Problem ist eher, dass er seine Power häufig in wilden Angriffen verschleudert. Ein K.o.-Sieg würde dem amtierenden Weltmeister mal wieder guttun - gerade hinsichtlich der eigenen Selbstüberzeugung. SPOX-Urteil: Vorteil Huck

Kinn

Huck hat bereits bewiesen, dass er einstecken kann. 2008 kämpfte er nach einer rechten Geraden seines Gegners Frantisek Kasanic sieben Runden mit einem gebrochenen Kiefer und gewann. Auch bei seinem Ausflug ins Schwergewicht machte er gegen einen - zugegebenermaßen etwas unfitten - Alexander Powetkin eine gute Figur.

Arslan muss sich davor allerdings nicht verstecken. Der Herausforderer ist bekannt für seine Nehmerqualitäten und sein großes Kämpferherz und wird sein letztes Hemd geben, um vor "seinen" Fans nicht zu Boden zu gehen. SPOX-Urteil: Unentschieden

Seite 1: Vorbereitung bis Kinn

Seite 2: Ausdauer bis Fazit

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung