Kubrat Pulev im Fokus

Der ukrainische Schatten

Von David Wünschel
Freitag, 13.12.2013 | 10:25 Uhr
Tony Thompson konnte Kubrat Pulev nicht in Bedrängnis bringen
© getty
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Ein WM-Kampf gegen Wladimir Klitschko ist zum Greifen nahe. Doch davor muss Kubrat Pulev noch Joey Abell in Neubrandenburg aus dem Weg räumen (Sa., 22.10 Uhr in der ARD). Der Ukrainer ist trotzdem schon im Kopf der Cobra.

Seine Profibilanz lautet achtzehn zu null, sein Kampfgewicht beträgt 112 Kilogramm bei einer Größe von 194 Zentimetern: Das ist Kubrat Pulev, der designierte IBF-Herausforderer von Wladimir Klitschko. "Für eine Weile schon fühle ich mich ebenbürtig mit ihm, er ist mir in keinster Weise überlegen", tönte der Bulgare kürzlich. Hinter der großen Klappe stecken aber auch große Taten.

In seiner noch jungen Profikarriere besiegte der Bulgare bereits einige namhafte Schwergewichtler. So sicherte er sich gegen Alexander Dimitrenko den EM-Titel, Alexander Ustinov fügte er dessen erste und einzige Niederlage zu.

"In der Vergangenheit habe ich die Weltrangliste mit Ehrfurcht betrachtet. Jetzt bin ich unter den ersten drei. Ich habe das mit Durchhaltevermögen, harter Arbeit und meinem Glauben geschafft", erklärte die Kobra.

Explosivität gegen Spannweite

Seine Ambitionen unterstrich der 32-Jährige vor wenigen Monaten mit dem Sieg über Tony Thompson. Gegen einen durchaus ernstzunehmenden Gegner befand er sich dabei noch nicht mal in Bestform: "Nach der langen Pause - immerhin fast ein Jahr - habe ich mich Ende August schwer getan." Auch sein Trainer Otto Ramin bestätigte: "Gegen Thompson hat Pulev zwar deutlich gesiegt und sich endgültig das Recht erkämpft Klitschko herauszufordern, doch konnte er dabei nicht seine beste Leistung abrufen."

Sollte er diese gegen Klitschko in den Ring bringen, könnte er dem seit 2004 ungeschlagenen Ukrainer gefährlich werden. Neben einem guten Allround-Paket - inklusive solider Technik, einem schnellen und harten Jab sowie einem sehr anpassungsfähigen Stil - werden Pulev große Nehmerqualitäten nachgesagt. Sein wichtigster Vorteil könnte allerdings die Explosivität sein, mit der Pulev die um vier Zentimeter geringere Spannweite wettmachen will.

Vor dem Titelkampf gegen Klitschko steht allerdings am 14. Dezember in Neubrandenburg eine Pflichtaufgabe gegen Joey Abell (29-6-0) an, der für den verletzten Sherman Williams einspringt. Die boxerischen Qualitäten seines Widersachers sind überschaubar, für Pulev geht es hauptsächlich darum, Wettkampfpraxis zu sammeln. "Es ist wichtig, dass Kubrat noch vor Jahresfrist wieder in den Ring zurückkehrt. Er hat ja dieses Jahr erst einen Kampf absolviert", sagte Ramin und fügte hinzu: "Wir unterschätzen niemanden, doch er ist kein Klitschko. Alles andere als ein klarer Erfolg würde mich überraschen."

"Man kann nicht für ein anderes Land kämpfen"

Der von Sauerland promotete Pulev hätte auch unter deutscher Flagge kämpfen können, schlug eigenen Aussagen zufolge jedoch ein Millionen-Angebot aus: "Ich bin nicht gierig. Ich will nicht gegen irgendjemanden kämpfen, Millionen einstecken und wieder heimkommen. Ich kämpfe nicht für Geld, auch wenn es natürlich ebenfalls wichtig ist."

Stattdessen bewies der einstige Amateur-Europameister Patriotismus und wurde so in der Heimat zum Nationalhelden. "Es ist mir wichtiger, den Weltmeistertitel für Bulgarien zu holen. Man kann nicht für ein anderes Land kämpfen, das gibt dir keine innere Zufriedenheit."

Vorbereitung auf Klitschko

Diese innere Zufriedenheit soll gegen Klitschko kommen. Auch Promoter Kalle Sauerland ist in Gedanken schon beim übernächsten Kampf.

"Pulev muss sich in keinerlei Hinsicht vor den Klitschkos verstecken. Er ist schnell, dynamisch und besitzt eine erstklassige Führhand. In Neubrandenburg wird er zum wiederholten Male zeigen, dass er zur Weltspitze in der Königsklasse des Boxsports gehört. Davon bin ich überzeugt."

Dieses Statement gegen einen unterklassigen Gegner zu bestätigen, dürfte für den selbstbewussten Bulgaren nur schwer möglich sein. In einigen Monaten, wenn es dann endlich gegen Klitschko geht, wird er aber seine Chance erhalten: "Nach dem 14. Dezember gilt meine volle Aufmerksamkeit Wladimir", blickt Pulev in die Zukunft: "Ich werde ihn fordern, wie es seit Jahren niemand mehr getan hat!"

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