Marco Huck im Interview

"Don King? Mehr Schein als Sein"

Von Interview: Bastian Strobl
Samstag, 08.06.2013 | 15:02 Uhr
Marco Huck (M.) hatte bei einem Shooting vor dem Kampf gegen Ola Afolabi sichtlich seinen Spaß
© getty
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Aller guten Dinge sind drei! Marco Huck muss seinen WM-Titel im Cruisergewicht am Samstagabend erneut gegen Ola Afolabi aufs Spiel setzen (22.15 Uhr im LIVE-TICKER). Im Interview spricht der Käpt'n über Motivationsprobleme, den Mythos Don King und erklärt, was Michael Schumacher mit seiner Vertragsverlängerung zu tun hat.

SPOX: Herr Huck, am Samstag boxen Sie zum dritten Mal gegen Ola Afolabi. Wird es das letzte Duell sein?

Marco Huck: Das hoffe ich doch sehr. Es reicht einfach und wird fast schon ein bisschen langweilig. Ich habe ihn ja bereits im ersten Kampf besiegt.

SPOX: Sind Sie von diesen Rückkämpfen genervt? Im letzten SPOX-Interview betonten Sie noch: "Ich blicke nur nach vorne. Wen ich geschlagen habe, der muss sich hinten anstellen."

Huck: Ein wenig. Ich will in meiner Karriere vorankommen, da nützt es nichts, immer wieder gegen denselben Gegner in den Ring zu steigen. Aber manchmal ist man als Boxer dagegen auch machtlos. Man weiß nie, was gewisse Leute oder der Verband entscheiden. Aber wenn die Fans diesen Kampf erneut sehen möchten, dann werde ich ihn geben, was sie wollen.

SPOX: Wie steht es mit Ihrer Motivation?

Huck: Es wird mit der Zeit natürlich immer schwieriger. Aber momentan bin ich richtig heiß. Ich will das Kapitel Afolabi schließen, und zwar mit einem eindeutigen Ende. Ich werde zu meinen Wurzeln zurückkehren und ihn einfach wie eine Maschine zertrümmern. Außerdem gehen mir seine Aussagen ziemlich auf die Nerven.

SPOX: Sie meinen damit wohl vor allem Sätze wie "Du bist deutscher Meister, kein Weltmeister" und "Was ist deine Lieblingsfarbe? Ich werde dir einen Rollstuhl in dieser Farbe mitbringen".

Huck: Wenn er es nötig hat, mit Trash Talk in die Medien zu kommen, dann darf er das gerne tun. Aber er braucht sich danach nicht beschweren, wenn er am Samstag im Ring zu mir aufschaut. Vor allem die Sache mit dem "Deutschen Meister" kann ich nicht nachvollziehen. Es ist ja nicht mein Problem, wenn viele Boxer aus dem Ausland, egal ob Amerika, England oder einem anderen Land, nach Deutschland kommen, um zu boxen. Das Boxen hat hier nun mal einen hohen Stellenwert, die Hallen sind voll, die Bezahlung stimmt. Das reizt viele. Aber ich kämpfe auch gerne woanders, Hauptsache es gibt einen Ring.

SPOX: Sind Sie besser vorbereitet als beim letzten Duell mit Afolabi, als es nur zu einem Remis reichte?

Huck: Auf jeden Fall. Das war eine schwere Zeit für mich. Der WM-Kampf gegen Alexander Powetkin im Schwergewicht steckte mir nicht nur in den Knochen, sondern vor allem im Kopf. Ich habe alles getan, um mir meinen Traum zu erfüllen, aber es lief damals nicht fair ab. Nach dem Kampf bin ich erst mal in den Urlaub gefahren und wollte mit Boxen nichts mehr am Hut haben. Deswegen war meine Vorbereitung auf den zweiten Afolabi-Kampf sehr holprig, ich hatte viel zu wenig Zeit. Mein Wille hat mich damals gerettet.

SPOX: Nach diesem Unentschieden kam ein weiterer enger Kampf gegen Firat Arslan. Haben Sie ihn unterschätzt?

Huck: Auf jeden Fall. Mein kompletter Trainerstab meinte: "Der ist 42 Jahre alt, den boxen wir doch in Schlips und Kragen." Davon habe ich mich mitziehen und beeinflussen lassen. So eine böse Überraschung will ich nicht noch einmal erleben, falls es Ende des Jahres wirklich zu einem Rückkampf kommen sollte.

SPOX: Überrascht hat auch Don King, als er vor einigen Monaten den Purse Bid für das Duell gegen Afolabi mit einem hohen Gebot für sich entschieden hat. Waren Sie davon geschockt?

Huck: Geschockt vielleicht nicht, aber damit hat wohl niemand so richtig gerechnet. Es wäre spannend gewesen zu sehen, was er auf die Beine stellt. Aber ich bin am Ende doch froh, dass Sauerland das Austragungsrecht zurückbekommen hat.

SPOX: Hat Don King denn immer noch diese Anziehungskraft auf Boxer?

Huck: Jeder, der sich mit Boxen beschäftigt, kennt seinen Namen. Aber mittlerweile ist es mehr Schein als Sein. Heutzutage spielt er keine große Rolle mehr.

SPOX: Man könnte allerdings annehmen, dass es mit Don King einfacher wäre, in den USA Fuß zu fassen.

Huck: Aber das ist mit Sauerland doch genauso möglich, deswegen habe ich auch meinen Vertrag verlängert. Mit diesem Kapitel habe ich auch noch nicht ganz abgeschlossen. Mein Ziel ist es weiterhin, mir auch in Amerika einen Namen zu machen.

SPOX: Sie sprechen Ihre Vertragsverlängerung an. Diese kommt für einige überraschend, da es in der Vergangenheit so schien, als würde Sauerland Ihren Traum vom Aufstieg ins Schwergewicht wissentlich ausbremsen.

Huck: Es gab sicherlich Meinungsverschiedenheiten, da braucht man kein Geheimnis darum machen. Nur so viel: Wir haben hart verhandelt und sind zu einem guten Ergebnis gekommen.

SPOX: Gab es Alternativen für Sie?

Huck: Ich werde keine Namen nennen, aber natürlich hatte ich Alternativen. Trotzdem bin ich froh, dass ich weiterhin bei Sauerland bin. Da passt vielleicht ein Vergleich mit Michael Schumacher: Als er nach seinem Comeback zu Mercedes ging, war er nicht mehr der Alte, den man noch aus Ferrari-Zeiten kannte. Manchmal ist es gut, dort zu bleiben, wo man Erfolg hat und die Strukturen kennt.

SPOX: Blicken Sie dennoch mit Wehmut auf den bevorstehenden WM-Kampf zwischen Wladimir Klitschko und Alexander Powetkin? Immerhin hätten auch Sie dem Ukrainer gegenüberstehen können.

Huck: Es ist doch normal und menschlich, wenn man mit solchen Gedanken spielt. Klitschko ist auf meiner Liste weiterhin ganz weit oben. Aber das ist Zukunftsmusik. Ich konzentriere mich jetzt erst mal auf Afolabi. Was danach passiert, muss man sehen. Wenn ich meine Chance bekomme, werde ich sie nutzen.

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