Nach WBO-Titelfight gegen Lebedew

Marco Huck: "Geboren, um zu kämpfen"

SID
Sonntag, 19.12.2010 | 15:28 Uhr
Marco Huck feierte in Berlin über Denis Lebedew seinen 31. Sieg im 32. Profikampf
© Getty
Advertisement
Premier League
Sa18:30
Meister vs. Tabellenführer: Chelsea - ManCity
Wuhan Open Women Single
Live
WTA Wuhan: Tag 3
DAZN ONLY Golf Channel
The Golf Fix Weekly -
26. September
DAZN ONLY Golf Channel
Live from Presidents Cup -
26. September
MLB
Rays @ Yankees
MLB
Cubs @ Cardinals
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Tag 4
DAZN ONLY Golf Channel
Live from Presidents Cup -
27. September
MLB
Rays @ Yankees
MLB
Blue Jays @ Red Sox
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Tashkent Open Women Single
WTA Taschkent: Viertelfinale
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Viertelfinale
DAZN ONLY Golf Channel
Live from Presidents Cup -
28. September
MLB
Rays @ Yankees
MLB
Braves @ Marlins
NFL
Bears @ Packers
Tashkent Open Women Single
WTA Taschkent: Halbfinale
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Halbfinale
DAZN ONLY Golf Channel
Live from Presidents Cup -
29. September
MLB
Blue Jays @ Yankees
MLB
Reds @ Cubs
Pro14
Leinster -
Edinburgh
Premiership
Worcester -
Saracens
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
ACB
Barcelona -
Saski Baskonia
Primera División
Celta Vigo -
Girona
NCAA Division I FBS
USC @ Washington State
J1 League
Niigata -
Kobe
Tashkent Open Women Single
WTA Taschkent: Finale
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Wuhan Open Women Single
WTA Wuhan: Finale
DAZN ONLY Golf Channel
Live from Presidents Cup -
30. September
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Primera División
Sevilla -
Malaga
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
MLB
Blue Jays @ Yankees
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
MLB
Reds @ Cubs
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
NCAA Division I FBS
Clemson @ Virginia Tech
China Open Women Single
WTA Peking: Tag 2
National Rugby League
Storm -
Cowboys
Eredivisie
Alkmaar -
Feyenoord
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
NFL
Saints -
Dolphins
Premiership
Wasps -
Bath Rugby
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
NFL
RedZone -
Week 4
World Grand Prix
Unibet World Grand Prix -
Tag 1
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille
MLB
Astros @ Red Sox
MLB
Tigers @ Twins
NFL
Colts @ Seahawks
China Open Women Single
WTA Peking: Tag 3
World Grand Prix
Unibet World Grand Prix -
Tag 2
NFL
Redskins @ Chiefs
China Open Women Single
WTA Peking: Tag 4
Champions Hockey League
Wolfsburg -
Salzburg
Champions Hockey League
München -
Brynäs
World Grand Prix
Unibet World Grand Prix -
Tag 3
China Open Women Single
WTA Peking: Viertelfinale
World Grand Prix
Unibet World Grand Prix -
Tag 4
ACB
Valencia -
Obradoiro
NBA
Timberwolves -
Warriors
WC Qualification South America
Bolivien -
Brasilien
WC Qualification South America
Venezuela -
Uruguay
WC Qualification South America
Kolumbien -
Paraguay
WC Qualification South America
Chile -
Ecuador
WC Qualification South America
Argentinien -
Peru
NFL
Patriots @ Buccaneers
Pro14
Leinster -
Munster
NBA
Warriors -
Timberwolves
Premiership
Saracens -
Wasps
NFL
Chiefs @ Texans

Trotz eines Rippenbruchs in der vierten Runde hat Box-Weltmeister Marco Huck seinen WM-Titel erfolgreich verteidigt. Der Bielefelder besiegte nicht nur den starken Russen Denis Lebedew, sondern auch sich selbst.

Als Glückshormone die irren Schmerzen nach dem Rippenbruch langsam vertrieben hatten, platzte der ganze Stolz aus Marco Huck heraus. "Ich bin ein Mann und wurde geboren, um zu kämpfen. Ich habe gezeigt, dass ich ein wahrer Champion bin", sagte der Box-Weltmeister: "Ich könnte die ganze Welt umarmen, so glücklich bin ich."

Der Cruisergewichtler aus Bielefeld hatte bei seiner fünften WBO-Titelverteidigung in der Berliner Max-Schmeling-Halle nicht nur etwas glücklich den erwartet starken Herausforderer Denis Lebedew nach Punkten mit 2:1 Richterstimmen besiegt, sondern auch sich selbst.

Huck vs. Lebedew in der SPOX-Analyse

Nachdem ihn der technisch überlegene Russe in der vierten Runde mit einem seiner vielen Körpertreffer eine Rippe zertrümmert hatte, stand Huck mehrmals vor der Aufgabe.

"Die Schmerzen waren brutal. Jeder Treffer war wie ein Messerstich. In jeder Runde habe ich überlegt, das Handtuch zu schmeißen", sagte der 26-Jährige und verriet: "Bei einem anderen Trainer hätte ich das vielleicht auch getan."

Wegner: "Wir sind hier nicht beim Kegeln!"

Für Coach Uli Wegner aber kam Aufgeben nicht infrage. Nachdem er vor drei Wochen in Helsinki mit seinem Schützling Arthur Abraham gegen den Briten Carl Froch eine verheerende Niederlage kassiert hatte, durfte das zweite Zugpferd des Sauerland-Stalls auf keinen Fall auch noch verlieren.

Immer wieder stachelte der Trainer in den Kampfpausen seinen Boxer mit markigen Worten an. "Hör' auf zu jammern! Wir sind hier nicht beim Kegeln", sagte Wegner und meinte später mit einem Augenzwinkern über seine emotionalen Ansprachen: "Ich schimpfe nicht, ich spreche nur sehr laut."

Willensstärke statt Technik

Wegner hat Erfahrungen mit solchen Kämpfen. Im September 2006 führte er in der "Schlacht von Wetzlar" Abraham trotz dessen doppelten Kieferbruchs zum Sieg gegen den Kolumbianer Edison Miranda. Nach der Pleite von Helsinki ist Abrahams Stern stark gesunken, Huck könnte seinen Platz einnehmen.

Zwar zeigte der frühere Kickbox-Welmeister erneut taktische Schwächen und ein im Vergleich zu seinem Gegner geradezu eindimensionales Schlagrepertoire, doch mit Willensstärke und Brachialgewalt verhinderte Huck die zweite Niederlage im 32. Profikampf.

"Ich ziehe meinen Hut vor Marco. Er hat keine Erfahrungen im Amateurbereich und schlägt trotzdem so Klasse-Leute wie Lebedew", sagte Wegner, der jedoch gestand, dass die Wertung zugunsten seines Schützlings durchaus glücklich war: "Mit einem Unentschieden wäre ich auch zufrieden gewesen."

Lebedew ein fairer Verlierer

Der bis dahin in 21 Profikämpfen ungeschlagene Lebedew, den ein Richter auf dem Wertungszettel sogar mit 116:112 Punkten vorne sah, verzichtete auf Anspielungen einer Schiebung und präsentierte sich als fairer Verlierer. "Gewonnen hat derjenige, dessen Arm gehoben wird. Meine persönliche Meinung zählt da nicht", sagte der 31-Jährige.

Möglicherweise eröffnet sich für Lebedew schon sehr bald die Chance auf eine Revanche. Promoter Wilfried Sauerland kündigte an, dem Russen beim geplanten Super-Six-Turnier im Cruisergewicht einen Platz beschaffen zu wollen. Im April 2011, wenn alle Weltmeister der vier großen Verbände ihre Pflichtherausforderungen hinter sich haben, sollen die Planungen für das Millionenprojekt abgeschlossen werden.

Dann würde Huck wohl erneut IBF-Champion Steve Cunningham (USA) vor die Fäuste bekommen, der ihm vor drei Jahren die bislang einzige Niederlage seiner Karriere zugefügt hatte. "Ich will eine Revanche gegen Cunningham. Ich will einen nach dem anderen boxen - bis ich alle Gürtel habe", sagte der gebürtige Jugoslawe.

SPOX in Action: Boxen mit Marco Huck

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung