Boxen: Huck überrollt Godfrey

Huck: "Gewonnen ist doch gewonnen"

SID
Sonntag, 22.08.2010 | 13:34 Uhr
Marco Huck wurde im August 2009 mit dem Sieg über Victor Ramirez WBO-Weltmeister
© Getty
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Hart, härter, Huck - in dem ihm eigenen Brechstangen-Stil hat Marco Huck seinen WBO-Weltmeistertitel im Cruisergewicht erfolgreich verteidigt, seinen Coach Ulli Wegner jedoch wieder einmal verzweifeln lassen. "Ich hätte wohl besser boxen müssen, aber gewonnen ist doch gewonnen", sagte der Bielefelder, nachdem Herausforderer Matt Godfrey aus den USA in der fünften Runde verteidigungsunfähig aus dem Kampf genommmen wurde.

Doch der Trainerfuchs Wegner hätte es natürlich lieber gesehen, wenn "Käptn'" Huck nicht mit dem schweren Säbel, sondern dem feinen Florett die Oberhand behalten hätte: "Marco muss so langsam lernen, mehr Ruhe in seine Kämpfe zu bringen. Das zu verbessern, wird für mich eine ganz, ganz schwere Arbeit in den kommenden Monaten."

Schließlich war der 30. Sieg im 31. Kampf gegen den hüftsteif und behäbig wirkenden Godfrey nur ein weiterer Schritt hin zum geplanten Super-Six-Turnier im Cruisergewicht.

Im Super-Mittelgewicht läuft dieses von Promoter Wilfried Sauerland installierte Format bereits erfolgreich, zu den Teilnehmern gehört auch der Berliner Arthur Abraham.

"Bis Ende Oktober möchte ich alle Verträge unter Dach und Fach haben, dann könnte es im Dezember schon losgehen", sagte Sauerland in der Erfurter Messehalle nach dem 100. Kampfabend von Sauerland-Event und TV-Sender "ARD".

"Wo meine Rechte aufschlägt, da wächst kein Gras mehr"

Der gebürtige Jugoslawe Huck könnte dann auch auf IBF-Champion Steve Cunningham treffen, der Amerikaner hatte dem 25-Jährigen die bislang einzige Niederlage beigebracht.

Davon war Cunninghams Landsmann weit entfernt. Vor 5000 Besuchern in Erfurt und 3,8 Millionen Zuschauern via TV stand Godfrey schon in der vierten Runde vor einer vorzeitigen Niederlage, eine Runde später war nach einer knallharten Rechten endgültig Schluss. "Wo meine Rechte aufschlägt, da wächst kein Gras mehr", sagte der alte und neue Weltmeister.

Das konnte der schwer geschlagene Gast aus den Staaten nur bestätigen: "Ich war nicht in der Lage, dagegenzuhalten. Vier, fünf oder sechs Schläge kann man ja noch abfangen, aber wenn der siebte und auch der achte Schlag noch kommen, wird es schwierig."

Erfolgstrainer Ulli Wegner: "Ein Wunder, dass Huck Weltmeister ist"

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